Massentierhaltung

Massentierhaltung: Neue Initiative ist gegründet: Saustall Düben

Düben - Als einen Erfolg wertet die Bürgerinitiative (BI) „Saustall Düben“ ihre Gründungsveranstaltung am Freitagabend im Coswiger Klosterhof. „Mit 20 Besuchern war das Interesse groß und unsere Gruppe ist auf zehn Aktive gewachsen“, so Irena Gräwert, eine der Initiatorinnen. Die BI richtet sich gegen die geplante Erweiterung der Schweinemastanlage in Düben, wie es der Inhaber Leon van Dijck vorsieht. Er, wie auch Ziekos Ortsbürgermeister Burkhard Schröter kamen zur Gründung der BI, die von Ines Oehme (Grüne) moderiert ...

06.03.2016, 13:11

Als einen Erfolg wertet die Bürgerinitiative (BI) „Saustall Düben“ ihre Gründungsveranstaltung am Freitagabend im Coswiger Klosterhof. „Mit 20 Besuchern war das Interesse groß und unsere Gruppe ist auf zehn Aktive gewachsen“, so Irena Gräwert, eine der Initiatorinnen. Die BI richtet sich gegen die geplante Erweiterung der Schweinemastanlage in Düben, wie es der Inhaber Leon van Dijck vorsieht. Er, wie auch Ziekos Ortsbürgermeister Burkhard Schröter kamen zur Gründung der BI, die von Ines Oehme (Grüne) moderiert wurde.

Über ihre Erfahrungen im Ort berichtete zunächst Ingrid Pannier aus Düben. Sie plädierte für eine Verbesserung der bestehenden Anlage statt einer Erweiterung, auch, um der Jugend eine intakte Natur zu hinterlassen, wie sie sagte. Die Anlage bringe Unruhe ins Dorf und spalte die Dorfgemeinschaft, so Pannier. Stephanie Gräwert und Diana Küster stellten in einem Vortrag Auszüge der Stellungnahmen zur Erweiterung vor und erklärten die Gründe für die generelle Ablehnung der BI gegen industrielle Massentierhaltung. Daraus resultierende Fragen an van Dijck ließ der Betreiber mit Verweis auf die Antragsunterlagen des Vorhabens unbeantwortet. Die Bedeutung von derartigen Bürgerinitiativen hob Landtagsabgeordnete Dorothea Frederking (Bündnis 90/Grüne) hervor. Sie seien ein Instrument, Öffentlichkeit zu schaffen und den Bürgerwillen zum Ausdruck zu bringen. Fredeking wusste zu berichten, dass solche Anlagen im Schnitt nur aller zwei Jahre von den Behörden auf die Einhaltung der Richtlinien kontrolliert werden, da es an Fachpersonal für die Prüfungen mangele. (mz)