Leader-Projekt

Leader-Projekt: Baustart für den Spielplatz

Annaburg - Durch die ersten Spatenstiche ist zwar etwas Erde bewegt worden, aber das Gros der Arbeiten steht natürlich noch bevor.

Von Frank Grommisch

Durch die ersten Spatenstiche ist zwar etwas Erde bewegt worden, aber das Gros der Arbeiten steht natürlich noch bevor.

Doch die Freude war am Mittwochnachmittag in Annaburg groß, als Bürgermeister Klaus-Rüdiger Neubauer (parteilos), Ortsbürgermeister Stefan Schmidt (Freie Wählergemeinschaft Annaburg), Bauplaner Kersten Tucholke aus Herzberg und Birgit Dexel von Meli-Bau Herzberg die Werkzeuge auf der Freifläche gegenüber der Sekundarschule am Kellerberg einsetzten.

Das europäische Förderprogramm Leader habe die große Chance eröffnet, das Warten auf ein neues Spielareal zu verkürzen, anerkannte Klaus-Rüdiger Neubauer. Der Ortschaftsrat Annaburg hatte sich für diese Fläche am Kellerberg entschieden und dafür gesorgt, dass Mädchen und Jungen ihre Ideen beisteuerten, was sie sich an Spielgeräten auf dem neuen Areal wünschen.

Zum offiziellen Auftakt am Mittwoch waren keine Kinder dabei. In gut zwei Monaten soll das aber ganz anders aussehen, sagte Klaus-Rüdiger Neubauer. Die Einweihung soll möglichst Mitte Mai erfolgen. Dann könne ein „Highlight für Annaburg und Umgebung“ in Besitz genommen werden, stellte er in Aussicht. Der Bürgermeister dankte allen, die sich für das Projekt engagierten, so dass es jetzt verwirklicht werden kann.

Das Vorhaben in Annaburg habe einen festen Platz auf der Leader-Prioritätenliste und es symbolisiere den Beitrag der Lokalen Aktionsgruppe „Wittenberger Land“ „für die Schaffung attraktiver Freizeitflächen in den Städten“, merkte Landrat Jürgen Dannenberg (Linke), Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe, dazu an.

Vor allem die enge Verknüpfung des Geländes mit den umliegenden Schulen und Betreuungseinrichtungen habe überzeugt. „Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes.“ Für die Bewilligung sei das Landesverwaltungsamt zuständig, teilte der Landrat dazu noch mit.

Er kenne keine Stadt in der Region, die europäisches Geld so sinnvoll in Projekte ziehe wie Annaburg, äußerte Leader-Manager Wolfgang Bock. Er verwies neben anderem auf Vorhaben in Lebien (Neubau Gemeindekulturzentrum) und Prettin (Touristenzentrum).

Für den Spielplatz in Annaburg ist eine Bausumme von 150.000 Euro veranschlagt, 80 Prozent sind Fördermittel, 20 Prozent der Kosten hat die Stadt Annaburg selbst aufzubringen. Entstehen werden neben anderem ein Sandspielplatz, ein Stelzenhaus, eine Vogelnestschaukel, eine Doppelschaukel, eine Seilbahn und 1,20 Meter breite Asphaltwege, die auch als Verkehrsgarten genutzt werden können. (mz)