Kitas im Landkreis Wittenberg

Kitas im Landkreis Wittenberg: Gibt es wieder Geld zurück?

Wittenberg - Die neuerliche Notbetreuung wirft bei vielen Eltern Fragen auf. Gibt es Geld zurück, wenn die Kinder coronabedingt nicht in die Kita gehen können?

Von July Wagner

Aufgrund der Verlängerung des Corona-Lockdowns bis zum 31. Januar wird es in den Kindergärten des Landkreises weiterhin eine Notbetreuung geben. Da diese jedoch ausschließlich für Kinder vorgesehen ist, deren Eltern einen sogenannten systemrelevanten Beruf ausüben, also beispielsweise im Gesundheits-, Verkehrs- oder Handelswesen tätig sind, kommen diesbezüglich Fragen auf.

„Müssen Eltern, die ihre Kinder nicht in die Betreuung geben können, trotzdem die Elternbeiträge zahlen?“, fragte ein Leser der MZ. Erst am Donnerstag hatten sich die Bürgermeister des Landkreises unter anderem zu diesem Thema beraten. Eine Umfrage bei den Stadtoberhäuptern ergab nun Folgendes:

„Wir wollen den Eltern natürlich finanziell entgegenkommen“, sagt der Bürgermeister von Oranienbaum-Wörlitz, Maik Strömer (CDU). Allerdings müsse das einheitlich und nicht nur auf kommunaler Landkreisebene geregelt werden. Das sehen auch die Bürgermeister von Coswig, Axel Clauß (parteilos), und von Gräfenhainichen, Enrico Schilling (CDU), so.

Daher sei noch etwas Geduld gefragt. „Die bereits gezahlten Beiträge für Januar könnten im nächsten Monat verrechnet werden“, sagt Schilling. Allerdings müsse erst noch die abschließende Verordnung des Landes abgewartet werden. Diese solle jedoch zeitnah kommen, denn „der Druck ist hoch“, meint Clauß.

Bis dahin werde er sich nicht zu den neuen Regelungen äußern, erklärte Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos), denn er wolle keine „Absichtserklärung“ herausgeben. Sobald der Erlass da ist, werde darüber informiert. (mz)