Fußball und Corona

Fußball und Corona: Spielbetrieb im Landkreis Wittenberg bis März ausgesetzt

Elster - Die Entscheidung, den Spielbetrieb bis mindestens März zu stornieren, fällt der Vorstand.

Westerhausen gegen Elster, Sangerhausen gegen Bernburg, Amsdorf gegen Piesteritz, Arnstedt gegen Dölau sowie Dessau gegen Kelbra. Das sind fünf der neun Partien des letzten Spieltages der Hinrunde der Fußball-Verbandsliga. Gespielt werden sollte ursprünglich am 12. Februar, eine Woche darauf war der Start in die Rückrunde der höchsten Spielklasse des Landes geplant.

Stoppzeichen Corona

Daraus wird nichts. Auf der Vorstandssitzung am Donnerstagabend hat der Fußballverband beschlossen, den Spielbetrieb bis zum 28. Februar auszusetzen, informiert Pressesprecher Sebastian Möbius. War es in der Vergangenheit der Winter, der zu dieser Zeit für Spielausfälle sorgte, so ist es nun die Corona-Krise, die ein Stoppzeichen setzt. Ob überhaupt noch einmal in der Saison der Ball rollt, bleibt ohnehin abzuwarten.

In anderen Bundesländern, wie im Stadtstaat Hamburg, gibt es bereits erste Überlegungen, die angefangene Saison schlichtweg zu den Akten zu legen. So weit ist der Fußballverband Sachsen-Anhalt (noch) nicht. Das einzig Gewisse ist gegenwärtig die Ungewissheit, wie es mit dem Fußball in der Verbandsliga weitergeht.

Staffelleiter ist skeptisch

Das weiß natürlich auch Stephan Gräfe (Elster) nicht. Der Verbandsliga-Staffelleiter, der am Donnerstag seinen 40. Geburtstag feierte, sagt: „Wir müssen die Entscheidungen der Politik abwarten. Dann werden wir weitersehen.“ Als anvisiertes Ziel gibt Gräfe aus: „Wir müssen versuchen, die Hinrunde in der Verbandsliga noch irgendwie über die Runden zu bekommen. Auch der Pokal nimmt da eine ganz wichtige Rolle ein, den wollen wir unbedingt zu Ende spielen. Mehr schaffen wir sowieso nicht. Es kommt darauf an, eine vernünftige Lösung für alle zu finden. Für die Verbandsliga, aber auch die Landesliga, die Landesklasse und den Spielbetrieb in den Kreisen.“

Re-Start erst im April?

Mit der baldigen Weiterführung der Saison und Betrieb auf den Fußballplätzen rechnet Stephan Gräfe ohnehin vorläufig nicht. „Ich schätze mal, vor April wird das nichts. Wir müssen den Vereinen mindestens vier Wochen Zeit für Training und Vorbereitungsspiele geben.“ (mz)