Erneuter Antrag soll helfen

Fördermittel verfallen: Neues Feuerwehr-Gerätehaus in Korgau soll erst später gebaut werden

Ein neues Fahrzeug bekommen die Feuerwehrleute - das passt allerdings dann nicht mehr in das alte Haus.

Von Marcel Duclaud 18.01.2022, 16:59
Das alte Feuerwehrgerätehaus in Großkorgau
Das alte Feuerwehrgerätehaus in Großkorgau Foto: Thomas Klitzsch

Korgau/MZ - Ein neues Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr in Korgau soll gebaut werden - allerdings nicht mehr in diesem Jahr. Diese enttäuschende Botschaft musste Bad Schmiedebergs Bürgermeister Martin Röthel (SPD) jüngst übermitteln.

Fahrzeug in Sicht

Zwar war es wie berichtet gelungen, eine Förderzusage für den Neubau zu erhalten - allerdings mit der Maßgabe, dass das Projekt auch 2021 abgeschlossen wird, was nicht zu schaffen war, nicht zuletzt wegen des späten Haushaltes der Stadt. „Wir hatten auf eine Verlängerung gehofft“, erklärt der Bürgermeister - ohne Erfolg.

Das neue Gerätehaus für Korgau ist eine Notwendigkeit, daran bestehen wenig Zweifel. Das alte erfülle die Standards schon lange nicht mehr, sagt Röthel. Überdies soll die Freiwillige Feuerwehr der Ortschaft ein neues Fahrzeug erhalten. Das wird in diesem Jahr ankommen - und passt nicht in das vorhandene Gebäude.

Das ist ein Problem, für das es gegenwärtig noch keine Lösung gibt. Dass die Eigenmittel der Stadt im Haushalt 2021 eingestellt waren, versichert der Bürgermeister. Er betont ebenfalls, dass sich der Bau lediglich „zeitlich nach hinten“ verschieben werde. Ein neuer Antrag soll auf den Weg gebracht werden - in enger Kooperation mit Feuerwehrleuten aus Korgau. Überdies bestehe die Hoffnung, dass sich die Konditionen verbessern. Eine höhere Fördersumme sei in Aussicht.

Das bestätigt der Ortsbürgermeister von Korgau, Sven Postel, der Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist. „Es gibt ein neues Programm mit einer höheren Fördersumme. Allerdings muss der Antrag bis Ende März erfolgen.“ Dass die für 2021 in Aussicht gestellten Mittel verfallen sind, sei nicht schön, er ist dennoch vorsichtig optimistisch, dass es noch gelingt, das Projekt Feuerwehrgerätehaus Korgau zu verwirklichen. Ein weiteres Treffen mit der Verwaltung war für den gestrigen Mittwoch anberaumt: „Wir kriegen das bestimmt hin.“

Dass der „sicherheitstechnische Zustand“ des alten Gerätehauses seit langem unzureichend sei, betont der Ortsbürgermeister. Er berichtet ebenfalls von dem Engagement vieler im Ort für eine Erneuerung. „Es gibt hier eine interne Arbeitsgruppe. Wir haben uns da tief reingekniet.“

Dass die Freiwillige Feuerwehr von Korgau, die etwa 20 aktive Kameraden umfasst, davon acht Atemschutzgeräteträger, endlich ein neues Fahrzeug erhält, das freut die Mitglieder. „2024 könnten wir sonst ein 50-jähriges Jubiläum feiern“, bemerkt Sven Postel. Er meint das Baujahr des Mercedes LF8, der gegenwärtig genutzt wird. Allein in Korgau sei der Wagen seit 25 Jahren im Einsatz. Er ist gut gepflegt, hat einen ziemlich neuen Tüv und dürfte zu den ältesten Feuerwehrfahrzeugen weithin gehören. „Wir sind bis 2023 technisch auf der sicheren Seite“, erklärt der Ortsbürgermeister.

Küche da, Haus fehlt

Dass die Wehr nun ein neues MLF (mittleres Löschfahrzeug) erhalten soll, sei aber natürlich wunderbar. Nur fehlt jetzt eben das passende Gerätehaus. „Das ist, als ob man eine Küche kauft, aber noch kein Haus hat“, zieht der Korgauer einen Vergleich.

„Wir setzen jetzt auf das neue Förderprogramm und hoffen, dass das in eineinhalb oder spätestens zwei Jahren was wird mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus“, sagt der Ortsbürgermeister.