Corona im Landkreis Wittenberg

Corona im Landkreis Wittenberg: Drängen auf schnelleren Schutz

Wittenberg - Die Zahl der Infektionen ist wieder gestiegen.

Von Marcel Duclaud

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Wittenberg ist wieder angestiegen. Das Gesundheitsamt informierte am Mittwoch über 29 weitere positiv getestete Menschen. Somit haben sich hier seit Beginn der Pandemie 4.615 Personen mit dem Virus infiziert. Als aktuell erkrankt gelten 338 Männer und Frauen. 208 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Inzidenz geht zurück

Nur geringfügig angestiegen ist die Zahl derer, bei denen eine Mutation vorliegt. Die Rede ist von einem Fall, damit wurde bei 96 Personen im Landkreis Wittenberg inzwischen die Virusmutation B.1.1.7. bestätigt.

Die wöchentliche Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner, ist gesunken - wegen der vergleichsweise wenigen neuen Fälle in den vergangenen Tagen. Sie liegt nach Berechnungen des Landkreises bei 106. Das Robert-Koch-Institut, das die aktuellsten Daten noch nicht einbezieht, weist einen Inzidenzwert von 121 aus.

Verimpfen, was da ist

Unterdessen drängt der Fraktionschef der Christdemokraten im Kreistag, Christian Tylsch, weiter auf schnelleres Impfen im Landkreis. Er hat das Thema bei der Runde der Fraktionsvorsitzenden angesprochen und ebenfalls beim Kreisausschuss am Dienstagabend. „Wir sollten alles verimpfen, was da ist“, sagt Tylsch.

Bei Astrazeneca müssen bekanntlich keine Dosen für die zweite Impfung zurückgelegt werden. Tylsch plädiert auch dafür, bereits vergebene Termine vorzuziehen. Ob das generell möglich sei, hat er den Landrat gefragt. Was der bejahte: „Wir haben die Kapazitäten“, sagte Jürgen Dannenberg (Linke) am Dienstag. Etwa 800 Impfungen pro Tag seien zu schaffen. (mz)