Kommunalpolitik

Bürgermeister Coswig: Stadt braucht ein neues Stadtoberhaupt

Coswig - Bürgermeisterin Doris Berlin plant ihren Ruhestand.

Von Ilka Hillger 18.01.2017, 11:00

Coswig braucht einen neuen Bürgermeister. Die bisherige Amtsinhaberin, Doris Berlin, wird sich zum 30. Juni in den Ruhestand versetzen lassen. Der Antrag darauf ist einer der Tagesordnungspunkte auf der ersten Sitzung des Coswiger Stadtrates im neuen Jahr. Die Abgeordneten treffen sich am 26. Januar, 17 Uhr, im Ratssaal und haben dann auch darüber zu befinden, wann der Wahltag und das Ende der Einreichungsfrist für Bewerbungen um das Amt des Bürgermeisters sein werden.

Für Doris Berlin (parteilos), geboren 1951, enden damit zweieinhalb Amtszeiten als Coswiger Bürgermeisterin. Die Finanzökonomin und Verwaltungsfachwirtin begann ihre Karriere in einer Kommunalverwaltung vor mehr als 40 Jahren in Köselitz. Später wurde Berlin hauptamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Klieken und war nach der ersten Gemeindegebietsreform 1994 in der Verwaltungsgemeinschaft für Gemeindeangelegenheiten zuständig. Ehrenamtlich war sie bis 2000 Kliekens Bürgermeisterin und wurde zur Jahrtausendwende Coswigs Stadtoberhaupt.

Bei ihrer Wiederwahl 2007 setzte sie sich gegen zwei Mitbewerber durch und bekam auf Anhieb 90,8 Prozent der Stimmen, so dass keine Stichwahl notwendig war. Als sich Doris Berlin 2014 dazu entschloss erneut zu kandidieren, war sie die alleinige Bewerberin um das Amt. Knapp 30 Prozent der Coswiger gingen damals an die Wahlurnen. Regulär wäre ihre dritte Amtszeit 2021 zu Ende gegangen. „Dann ist Schluss, dann bin ich 70“, hatte die Bürgermeisterin im Vorfeld der Wahl 2014 noch gegenüber der MZ im Interview erklärt. Diesen Termin hat sie nun vorgezogen.

Neben den entsprechenden Beschlüssen zu den Wahlmodalitäten haben die Stadträte in Coswig über weitere Beschlüsse zu befinden. Dazu gehören der Abwägungs- und Satzungsbeschluss sowie ein städtebaulicher Vertrag für den Bebauungsplan „Haide Feld III“. Außerdem sollen in dieser Sitzung der Hundelufter Ortsbürgermeister und sein Stellvertreter gewählt und bestätigt werden. Wie immer ist die Stadtratssitzung am 26. Januar öffentlich. (mz)