Beschluss

Beschluss: Landkreis Wittenberg bekennt sich zur Schulsozialarbeit

Wittenberg - Gute Nachricht für die Schulsozialarbeit im Landkreis Wittenberg. Einstimmig hat der Kreistag bei seiner jüngsten Sitzung einer lange vorbereiteten Beschlussvorlage zugestimmt. Darin bekennt sich der Landkreis zur "fachlichen Notwendigkeit" der Schulsozialarbeit, zur Stärkung der Chancengleichheit und zur Förderung aller ...

19.09.2017, 15:29

Gute Nachricht für die Schulsozialarbeit im Landkreis Wittenberg. Einstimmig hat der Kreistag bei seiner jüngsten Sitzung einer lange vorbereiteten Beschlussvorlage zugestimmt. Darin bekennt sich der Landkreis zur "fachlichen Notwendigkeit" der Schulsozialarbeit, zur Stärkung der Chancengleichheit und zur Förderung aller Schüler.

Bund und Land werden aufgefordert, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine nahtlose Fortsetzung der Schulsozialarbeit nach Auslaufen der Förderung zu ermöglichen. Erwartet wird eine "auskömmliche Finanzierung", der Kreis erklärt sich aber grundsätzlich zur Mitwirkung bereit.

In einem ersten Schritt sollen Projekte fortgeführt werden, die wegen bereits Ende des Jahres auslaufender Förderung auf der Kippe stehen würden. Das betrifft Grundschulen, die Reintegrationsklasse der Gemeinschaftsschule Friedrichstadt, die Sprachförderklasse der Sekundarschule Rosa Luxemburg und Projekte der Jugendsozialarbeit.

Quote der Schulabbrecher ohne Abschluss leicht gesunken

Die Schulsozialarbeit zeige etliche positive Auswirkungen. So sei die Quote der Schulabbrecher ohne Abschluss und die der Klassenwiederholer leicht gesunken. Vielfältige Angebote zur Lernförderung tragen zur Leistungsverbesserung bei einzelnen Schülern bei, heißt es. Überdies konnten Fehlzeiten verringert werden. Schulsozialarbeit biete die Chance, Schulverweigerung zeitiger zu erkennen. Sie helfe, den Zugang zu Schülern wie zu Eltern zu verbessern und Vertrauen aufzubauen.

Nicht zuletzt sei es möglich, das Verhalten auffälliger Schüler positiv zu beeinflussen. Insgesamt trage die Schulsozialarbeit zur Verbesserung des Klimas an den Schulen im Kreis bei. Sie helfe letztlich, Folgekosten zu mindern. Vor der Abstimmung im Kreistag ist ein eigens produzierter Film gezeigt worden, der das breite Feld der Tätigkeiten der Schulsozialarbeiter im Kreis Wittenberg demonstriert.

Corinna Reinecke (SPD), die sich intensiv eingesetzt hat für die Fortführung der Schulsozialarbeit, hoffte auf eine "Sternstunde für die Jugendarbeit". Die gab es: ohne jede Diskussion.