Auszählung der Stimmzettel

Auszählung der Stimmzettel: Genauigkeit geht vor Schnelligkeit

Wittenberg - Das Auszählen der teilweise riesigen Stimmzettel dauerte mancherorts bis Montag früh.

Von Corinna Nitz 28.05.2019, 19:20

Erschöpft aber zufrieden, so ließe sich vielleicht der Zustand jener Mitarbeiter der Wittenberger Kreisverwaltung beschreiben, die bis zum Morgen des 27. Mai in der Breitscheidstraße auf die letzten Briefwahlergebnisse gewartet haben. Wie Kreis-Sprecher Ronald Gauert und Kreis-Wahlleiter Reinhard Kelle Montagvormittag auf eine MZ-Anfrage mitteilten, handelte es sich um Briefwahlergebnisse der Lutherstadt.

„Wenn man einen großen Briefwahlbezirk hat, dann kann es schon mal dauern“, so Gauert. Was das Aus- bzw. Nachzählen betrifft, so gehe „Genauigkeit vor Schnelligkeit“, bekräftigt Kelle, der erklärt, dass alles regelkonform über die Bühne gegangen sei.

Dass es in manchen Wahllokalen längere Wartezeiten gab und sich davor zuweilen Schlangen gebildet hatten, sei auch auf die umfangreichen, teilweise großen Stimmzettel zurückzuführen. Ausdrücklich betont Kelle, dass die Durchführung solcher Wahlen ohne die Bereitschaft jener vielen ehrenamtlichen Wahlhelfer und Wahlvorstände sowie Mitarbeiter aus Verwaltungen kaum möglich wären, weshalb diesen Frauen und Männern ein Dankeschön gebühre.

Insgesamt waren demnach über 1000 Menschen im Einsatz. Es gab 158 Urnenwahlbezirke und sieben Briefwahlbezirke, im Fall der Europawahl sogar 13. Der größte Wahlbezirk in beiden Fällen war das Begegnungszentrum Wittenberg-West mit über 2500 Wahlberechtigten, der kleinste, Brandhorst, brachte es auf 75 bzw. 76 Wahlberechtigte. Zur Kreistagswahl aufgerufen waren 111283 Wahlberechtigte, davon 4693 Erstwähler. Zur Wahl standen acht Parteien, eine Wählergruppe und ein Einzelbewerber.

Bei den vorliegenden Ergebnissen handelt es sich um vorläufige. Gauert zufolge tagt am Mittwoch um 16.30 Uhr der Kreiswahlausschuss zu Europa- und Kommunalwahl.

(mz)