Heilborn aus Bad Schmiedeberg holt den Klassensieg

Anspruchsvolle Rallye im Erzgebirge

Nick Heilborn aus Bad Schmiedeberg holt den Klassensieg.

Von Jana Dürr 24.09.2021, 08:21
Die Sieger Nick Heilborn und Karina Derda sind auf der Strecke.
Die Sieger Nick Heilborn und Karina Derda sind auf der Strecke. Foto: Thomas Gorlt

Wittenberg/MZ - Mit einem sehenswerten Starterfeld von 65 Teilnehmern in der Bestzeitenrallye sowie zwölf historischen Fahrzeugen zur Gleichmäßigkeitsprüfung meldeten sich nach zwei Jahren Pause die „Herkommer Kfz-Technik“ Rallye Grünhain sowie die „Herkommer Kfz-Technik“ Histo-Rallye erfolgreich im Rallyesportkalender zurück. Trotz der aktuell herausfordernden Bedingungen ist es den Organisatoren gelungen, eine anspruchsvolle Rallye mit mehr als 34 Kilometern Wertungsprüfung zusammenzustecken. Typisch für die 100-prozentige Asphaltrallye sind herausfordernde Belagwechsel von fester Straßendecke auf schmale Plattenspuren, durch abwechselnd schnelle, dann wieder spitze Kurven, über Kuppen sowie teilweise auf engen Waldwegen.

Zu beiden Wertungen, der Bestzeitenrallye sowie der Gleichmäßigkeitsprüfung, stellten sich auch Sportler aus Wittenberg und Bad Schmiedeberg den Aufgaben. Ein Top-Ergebnis lieferte dabei Nick Heilborn vom MSC Bad Schmiedeberg mit einem Klassensieg sowie einem sechsten Platz in der Gesamtwertung ab. Gut eineinhalb Minuten nach Gesamtsieger Sepp Wiegand vom MC Grünhain brachte Heilborn seinen BMW M 3 E 36 unangefochten mit den Klassenbestzeiten für alle fünf Wertungsprüfungen ins Ziel.

Weniger Glück hatten die Wittenberger Ronny Broda und Matthias Eben mit ihrem BMW E 36 318 is. Während sie die erste Start-Ziel-Prüfung erfolgreich absolvierten, streikte auf dem folgenden Rundkurs wie bereits zur Rallye in Bad Schmiedeberg wieder die Technik. Mit einem geplatzten Kühler mussten sie ihren Renner wiederholt vorzeitig abstellen.

In der Wertung zur Gleichmäßigkeitsprüfung kämpfte sich Ralf-Joachim Ziegler im wahrsten Sinne des Wortes mit seinem 1.3er Wartburg über die Strecken. Die Herausforderung bestand darin, alle Prüfungen innerhalb einer vorgegebenen Zeit abzuspulen. Besonders die holprigen Plattenwege und vor allem die engen Kurven und Spitzkehren entpuppten sich dabei als extreme Herausforderung, denn nach 30 Jahren Pause vom aktiven Rallyesport, mit dementsprechend untrainierter Kondition, und ohne Servolenkung sowie hydraulische Handbremse artete das Absolvieren der Prüfungen tatsächlich in körperliche Arbeit aus. Am Ende des Tages war das gestellte Ziel jedoch erreicht. Der Eisenacher kam ohne Blessuren ins Ziel und Ziegler belegte in der Histo-Wertung einen achten Rang.