Eil

Erster Spieltag auf der Kippe?

Wegen Corona stehen die Radballer vom RSV Sangerhausen in der Warteschleife

Sangerhausen - Wegen Corona stehen die Radballer vom RSV Sangerhausen in der Warteschleife

Von Ralf Kandel 15.12.2020, 04:45

Der Termin steht schwarz auf weiß im Wettkampfkalender. Am 9. Januar soll in Sangerhausen der erste Spieltag des Jahres 2021 der 2. Radball-Bundesliga über die Bühne gehen. So weit, so gut. Vieles, um nicht zu schreiben alles, spricht allerdings dafür, dass an diesem Tag Max Rückschloss und Eric Haedicke sowie Leon Gebser und Peter Krause vom gastgebenden RSV Sangerhausen garantiert nicht wie geplant in der Mammuthalle auf ihre Kontrahenten treffen.

„Bis jetzt gibt es zwar noch keine offizielle Absage, alle tappen noch im Dunkeln. Aber da bis zum 10. Januar ohnehin alles dicht ist, brauchen wir darüber erst gar nicht zu reden. Ich befürchte, dass es kein Turnier geben wird“, sagt Karsten Rohde.

Mammuthalle ist als Impfzentrum in Mansfeld-Südharz eingeplant

Der Vereinsvorsitzende des RSV bringt noch einen weiteren wichtigen Aspekt, der für eine Absage des Turniers spricht, ins Spiel. „So weit ich weiß, ist die Mammuthalle als Impfzentrum im Landkreis Mansfeld-Südharz geplant. Ob, und wie wir die Halle dann überhaupt als Verein zum Training und zu Turnieren nutzen können, steht noch in den Sternen. Bisher habe ich nur erfahren, dass weiterhin Schulsport dort stattfinden kann. Aber ob wir dann trainieren dürfen,“ stellt Rohde die Frage in den Raum.

Fakt ist, dass der bis dato letzte Spieltag der Saison der 2. Rollhockey-Bundesliga schon geraume Zeit Geschichte ist. „Der war im Februar diesen Jahres, seitdem gab es keine Turniere“, so Rohde. Das Duo Rückschloss/Haedicke stand im Herbst beim Deutschlandpokal u23 auf der Spielfläche. Am Ende sprang für die Sangerhäuser da der dritte Platz heraus, die Teilnahme an der Europameisterschaft verpassten sie. „Zwei Tage vor der EM in der Schweiz wurden die Titelkämpfe abgesagt. So war es nicht mal so schlimm, dass Max und Eric die Qualifikation verpasst haben“, sieht Rohde das Ganze im Nachhinein gelassen.

Hoffnung auf Training

Weit weniger gelassen bleibt der RSV-Chef beim Blick in die Zukunft. „Wir wissen immer noch nicht, wie und wo wir künftig trainieren können. Dabei könnten unser Nachwuchs sowie Max und Eric als Bundeskader schon wieder loslegen,“ so Rohde. Eine Möglichkeit zum Training zeichnet sich dabei immerhin ab. „Ich habe mit den Riestedtern und mit den Verantwortlichen der Stadt Sangerhausen gesprochen. Vielleicht können wir wenigstens einen Tag der Woche in Riestedt trainieren. Das wäre dann immerhin ein Anfang.“ (mz)