Kritik in offenem Brief

Verschmutzung der Helme: Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) übt Kritik

Brücken - Verschmutzung der Helme: Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) übt Kritik

Von Joel Stubert 16.09.2020, 10:45

Nach der Umweltverschmutzung in der Helme bei Brücken hat sich nun auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zu Wort gemeldet. In einem offenen Brief kritisiert die Kreisgruppe der Umweltorganisation in Mansfeld-Südharz die untere Naturschutzbehörde des Kreises.

Die Tatsache, dass die Umweltverschmutzung zweimal vom gleichen Gelände einer Entsorgungsfirma passiert sei, dazu beide Male in Folge von starkem Regen, lege zwei Vermutungen nahe: „Entweder wird die entsprechende Flüssigkeit in einem offenen beziehungsweise nicht gesicherten Abscheider gelagert, dessen Pegel durch Zufuhr von viel Regenwasser zum Ansteigen und Überlaufen gebracht wird“, so die Verfasser des Briefes.

Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert Untersuchung

„Das wäre ein wiederholter Verstoß gegen die Vorschriften zur Lagerung von Gefahrgut durch eine Fachfirma“. Dies könne so nicht hingenommen werden und unterliege mindestens zivilrechtlichen Sanktionen. „Oder aber die Wetterlagen werden zur ,unauffälligen und kostenneutralen Entsorgung’ von problematischen Stoffen genutzt“ - dies müsse als Umweltverbrechen und mit entsprechender strafrechtlicher Verfolgung gewertet werden.

„In jedem Falle hat eine gründliche Untersuchung zu erfolgen“, fordert der BUND, der die Ergebnisse der Wasseranalysen als „unbefriedigend“ bezeichnete. Vielmehr fordern die Umweltschützer eine Strafe für die Verschmutzung. (mz)