Sanierung statt Reparatur

Thyragrotte in Stolberg bleibt für drei Jahre dicht

Von Helga Koch
Die Thyragrotte in Stolberg (Foto: Maik Schumann)

Stolberg - Die Nachricht wird vor allem bei vielen Stammgästen aus der Region für große Enttäuschung sorgen. Die Stolberger Thyragrotte bleibt nach dem erheblichen Frostschaden vom Februar geschlossen. Nicht etwa nur für ein paar Wochen oder Monate, um die Reparatur in Angriff zu nehmen, sondern für voraussichtlich drei Jahre. Denn das Freizeitbad soll umfangreich saniert werden. Das hat der Gemeinderat jetzt beschlossen. Die Gemeinde Südharz hatte sich schon 2019 um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beworben.

Vor einem reichlichen Jahr stimmte der Haushaltsausschuss des Bundestages zu. Somit können insgesamt rund 4,2 Millionen Euro in die Erneuerung der Thyragrotte fließen. „Die Finanzmittel werden vom Bundesprogramm und der Gemeinde Südharz bereitgestellt“, sagt Georg Hiep, der seitens der Gemeindeverwaltung das Vorhaben betreut. „Das Hauptaugenmerk der Investition liegt auf Barrierefreiheit sowie der klimagerechten Emissionsreduzierung nach dem Klimaschutzgesetz“, erläutert Hiep. Vor allem müsse die Anlagentechnik, mit der das Bad seit mittlerweile 22 Jahren betrieben wird, energieeffizient und technisch neu ausgerichtet werden. Die Gemeindeverwaltung Südharz strebe den Baustart im Freizeitbad für Ende dieses Jahres an, sagt Hiep.

„Hierfür stehen alle notwendigen Investitionsmittel für drei Jahre zur Verfügung.“ Dieser Termin sei „ein realistisches Ziel“, sofern es „zu keinen politischen Hindernissen oder Einwänden im Vergaberecht kommt“. Einen kleinen Trost für den bevorstehenden Sommer gibt es aber doch für die Stammgäste aus Stolberg und Umgebung und die Touristen: „Das Außenbecken der Thyragrotte wird für die Besucher geöffnet“, verspricht Hiep, und natürlich auch die Kiesgrube in Roßla - sofern es die jeweiligen Corona-Maßnahmen erlauben. (mz)