Auf finanzielle Hilfen angewiesen

Soziale Mindestsicherung für 10,6 Prozent der Menschen in Mansfeld-Südharz

Zum Ende des Jahres 2020 haben mehr als 14.000 Personen verschiedene Leistungen für den grundlegenden Lebensunterhalt erhalten.

Von Helga Koch 14.01.2022, 11:00
Ende des Jahres 2020 erhielten 14.217 Personen im Landkreis Mansfeld-Südharz finanzielle Leistungen zur sozialen Mindestsicherung.
Ende des Jahres 2020 erhielten 14.217 Personen im Landkreis Mansfeld-Südharz finanzielle Leistungen zur sozialen Mindestsicherung. (Foto: Zerbor - stock.adobe.com)

Sangerhausen/MZ - Zum Ende des Jahres 2020 haben insgesamt 14.217 Personen im Landkreis Mansfeld-Südharz Leistungen der sozialen Mindestsicherung bezogen. Das hat das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt jetzt mitgeteilt.

Diese finanziellen Hilfen werden gewährt, um den grundlegenden Lebensunterhalt zu sichern. Dazu gehören neben dem Arbeitslosengeld II auch das Sozialgeld sowie die Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen. Außerdem fallen die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit sowie die Regelleistungen nach dem Asylbewerbergesetz darunter.

Quote im Landkreis höher als in Sachsen-Anhalt

Landesweit haben in Sachsen-Anhalt Ende 2020 insgesamt 207.143 Personen derartige Hilfen bekommen, das waren fast 12.400 weniger als noch im Jahr zuvor. Mit einer Quote von 9,5 Prozent liegt Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich auf Platz elf. Der Anteil an der Bevölkerung, der auf eine derartige Unterstützung angewiesen ist, sei seit 2010 beständig zurückgegangen, teilt die hallesche Behörde weiter mit.

Die höchsten Quoten im Bundesland wiesen Ende 2020 die Städte Halle (13,7 Prozent) und Magdeburg (11,6 Prozent) auf, gefolgt vom Landkreis Stendal (10,8 Prozent). Auf Platz vier schließt sich danach Mansfeld-Südharz mit einem Bevölkerungsanteil von 10,6 Prozent an.

Arbeitslosengeld II überwiegt

Im Einzelnen erhielten im Landkreis 9.149 Personen das Arbeitslosengeld II und 2.813 Sozialleistungen. Hilfe zum Lebensunterhalt wurde an 285 Personen gezahlt, während 1.545 Personen Leistungen zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit bezogen. Außerdem wurden 425 Asylbewerber entsprechend des Asylbewerberleistungsgesetzes unterstützt.