Vorsorge ist besser als Nachsorge

Präventionsmobil der Polizei berät Bürger in MSH zum Thema Einbruchsschutz

Von Tina Edler
Kriminalkommissar Jörg Hubatschek (re.) berät Bernd Bienehold über Sicherheitsmaßnahmen an Haus und Hof.
Kriminalkommissar Jörg Hubatschek (re.) berät Bernd Bienehold über Sicherheitsmaßnahmen an Haus und Hof. (Foto: Jürgen Lukaschek)

Hettstedt/Eisleben/SangerhausenMZ - „In der Pandemie haben Trickbetrügereien an Senioren zugenommen“, sagt Kriminalkommissar Jörg Hubatschek, vom Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt, Bereich Prävention. Mit dem sogenannten Enkeltrick oder auch als falsche Polizisten getarnt, bringen die Täter ihre Opfer um ihr Erspartes. Nicht selten handelt es sich dabei um Summen von mehreren Tausend Euro. In Mansfeld-Südharz ist die Zahl der Betrugsfälle, zu denen auch solche Maschen gehören, im vergangenen Jahr um 15,1 Prozent auf insgesamt 1.278 Fälle angestiegen.

Polizei berät in Sachen Einbruchsschutz

Die Vorsorge ist daher wichtiger denn je, weiß auch Hubatschek, der mit dem Präventionsmobil des Landeskriminalamtes das ganze Jahr in Sachsen-Anhalt unterwegs ist. Dafür wird der Bedarf der einzelnen Reviere im Land abgefragt und anschließend eine Route zusammengestellt. In Mansfeld-Südharz waren die Beamten zuletzt in Helfta und Hettstedt unterwegs. Der nächste Halt ist in Mansfeld.

Dass der Polizei-Truck gerade im Anschluss an die öffentliche Diskussion im Hettstedter Stadtrat zum Vandalismus in der Kupferstadt Station machte, war aber zufällig, sagt Steffi Schwan, Sprecherin des Polizeireviers Mansfeld-Südharz. Der Einsatz des Präventionsmobils habe nichts mit aktuellen Fällen zu tun, sondern werde regelmäßig und abwechselnd in den Kommunen vorgenommen. „Wir fragen vorab den Bedarf bei den Regionalbereichsbeamten ab“, erklärt Schwan. Vor allem an Markttagen oder bei Baumärkten setze man das Mobil ein, um „viele Leute zu erreichen“, ergänzt die Polizeisprecherin. Die Regionalbereichsbeamten sind beim Aktionstag dann ebenfalls dabei und unterstützen die Polizisten vom LKA.

„Das Angebot wird sehr gut und von den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten angenommen“, fasst Jörg Hubatschek zusammen. Immerhin bieten Präventionsmobil und Mitarbeiter eine große Bandbreite an Beratungsthemen. In erster Linie geht es um den Einbruchschutz bei Mietwohnungen und Eigenheimen.

Anzahl der Einbrüche in Mansfeld-Südharz gestiegen

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Mansfeld-Südharz nahm im vergangenen Jahr um vier Fälle zu. Insgesamt 128 wurden registriert. An Türen und Fenstern, die als Anschauungsobjekt im Lkw mitfahren, werden verschiedene mechanische und elektronische Techniken gezeigt, wie man sein Eigenheim nachrüsten und schützen kann. Aber auch Beratungen zu Internetkriminalität, Mobbing oder Missbrauch sind im Präventionsmobil Thema. „Wir geben auch Tipps zur Nachbetreuung, wenn jemand Opfer geworden ist“, sagt Hubatschek.

Im Polizeirevier Mansfeld-Südharz setzt man neben dem Präventionsmobil auch auf weitere Aufklärungsprojekte. So startet jedes Jahr im Herbst mit der Zeitumstellung die bundesweite Kampagne „K-Einbruchschutz“, an der sich auch regionale Polizisten beteiligen und über Einbruchsschutz und -vorsorge informieren.

Das Präventionsmobil steht am 18. August in Mansfeld. In der Zeit von 9 bis 14 Uhr sind die Berater in der Lutherstraße vor dem Rathaus präsent.