Gestiegene Verkehrsbelastung

Mansfeld zur Erstellung einer Lärmkarte verpflichtet

Von Daniela Kainz
Symbolbild - Straßenverkehr
Symbolbild - Straßenverkehr (Foto: imago images/Future Image)

Mansfeld/MZ - Die Stadt Mansfeld muss künftig die Geräuschbelastung an Hauptverkehrsstraßen in einer Lärmkarte darstellen. Dazu sei die Kommune laut EU-Umgebungslärmrichtlinie gesetzlich verpflichtet, wie Bauamtsleiterin Carina Senft erklärt. Als Frist für diese vorgeschriebene Kartierung gilt der 30. Juni des nächsten Jahres. Bis zu diesem Zeitpunkt muss die Lärmkarte vorliegen. Bislang war die Stadt Mansfeld dazu nicht verpflichtet. Die ermittelten Verkehrszahlen fielen zu gering aus, um eine Kartierung zu erarbeiten. Diese Situation hat sich inzwischen geändert.

„Durch die gesetzlich vorgeschriebenen neuen Berechnungsmethoden und den ständig wachsenden Verkehrszahlen wurde jetzt für die Stadt Mansfeld eine Kartierungspflicht ermittelt“, heißt es dazu. Konkret handelt es sich um einen 3,43 Kilometer langen Abschnitt der B 180. „Um die finanziellen Kosten gering zu halten“, besteht laut Bauamtsleiterin Senft die Möglichkeit, an einer vom Land organisierten Kartierung teilzunehmen.

Stadtrat in Mansfeld entscheidet über weiteres Vorgehen

Würde die Stadt Mansfeld darauf verzichten, müsste sie die Lärmkartierung selbst vornehmen. Dies sei aber technisch und personell nicht machbar, so dass die Aufgabe einem Planungsbüro übertragen werden müsste, was allerdings wesentlich teurer werden würde, so Senft. Der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt und das Land Sachsen-Anhalt bieten aus diesem Grund zur personellen und finanziellen Entlastung der betroffenen Kommunen die Möglichkeit an, „ihre Lärmkartierung landeszentral zu organisieren“. Die Kommune muss dafür einem Rahmenvertrag beitreten.

Der Haupt- und Finanzausschuss empfahl jetzt dem Mansfelder Stadtrat diesen Weg einzuschlagen. Ob es tatsächlich zu diesem Beitritt kommt, hängt jedoch vom abschließenden Votum des Stadtrates ab, der das nächste Mal am 26. Juli tagt. Die Sitzung beginnt am Montag, 26. Juli, um 18 Uhr in der ehemaligen Gaststätte „Deutsches Haus“ in Vatterode.