Nicht ganz einfach

Mansfeld: Pfarrer Markus Blume über die Schwierigkeiten in der Corona-Pandemie

Mansfeld - Mansfeld: Pfarrer Markus Blume über die Schwierigkeiten in der Corona-Pandemie

Von Daniela Kainz
Telefon und Notizzettel sind ständige Begleiter von Pfarrer Markus Blume.

Nicht einfach gestaltete sich für Pfarrer Markus Blume das zurückliegende Jahr. Nur wenige Wochen nachdem er die Nachfolge von seinem Amtskollegen Matthias Paul im evangelischen Pfarrbereich Mansfeld übernahm, kam der erste Lockdown: Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellten ihn und den Gemeindekirchenrat vor besondere Herausforderungen. „Was an ersten persönlichen Kontakten gewachsen war, wurde jäh unterbrochen“, sagt er.

Blume, der im 40 Kilometer entfernten Dittichenrode bei Roßla wohnt, überlegte mit seinen Mitstreitern, wie sie in Verbindung mit den Gläubigen bleiben können. Eine wichtige Stütze waren in dieser Zeit die Mitglieder des Gemeindekirchenrates. Mit ihnen entwickelte er beispielsweise Konzepte für Gottesdienste an den Festtagen. Obwohl diese Angebote deutlich weniger Besucher annahmen als in vergangenen Jahren, war es dem 54-Jährigen wichtig, diese persönlichen Begegnungen zu ermöglichen: „Wir wollten zeigen, dass wir für die Menschen da sind.“

Dienstagssprechstunde im Mansfelder Pfarramt

Die Organisation solcher Offerten in der Pandemie ist keine leichte Aufgabe. „Wir planen jetzt Dinge wie Luthers Einschulung, die in drei, vier Monaten stattfinden sollen und wissen nicht, welche Bedingungen wir zum Zeitpunkt der Veranstaltung haben“, spricht Blume von den Schwierigkeiten. Diese Pläne ließen sich kurzfristig oft nicht mehr im Großen und Ganzen ändern und müssten im schlechtesten Fall komplett abgesagt werden.

Zu einem wichtigen Anlaufpunkt im Miteinander von Kirchengemeinde und Förderverein entwickelte sich mittlerweile die Dienstagssprechstunde im Mansfelder Pfarramt. „Sie wird sehr gut angenommen“, schätzt Blume ein. Neben seelsorgerischen Aufgaben bespricht Blume dort unter anderem Bauprojekte. So steht in Vatterode in diesem Jahr die Instandsetzung der Kirchenfassade ins Haus. Angesprochen auf Wünsche für die Mansfelder Sankt Georgskirche, in der im Vorjahr das Epitaph restauriert wurde, meint er, dass dem Gotteshaus sicherlich eine gut funktionierende Orgel guttäte. „Mal sehen, ob wir die Weichen dafür stellen können.“

Pfarrer Blume fährt gern Motorrad

Offen ist im Moment, wie lange Blume mit Unterstützung seiner Mitstreiter die Geschicke des Pfarrbereiches Mansfeld mit seinen 740 Gemeindemitgliedern in zehn Ortschaften führt. Als Angestellter des Kirchenkreises springt Blume überall dort ein, wo offene Pfarrstellen zu besetzen sind. Aller Voraussicht nach wird er bis April des nächsten Jahres diese Aufgabe für den Pfarrbereich Mansfeld übernehmen. Zurzeit läuft eine Ausschreibung für die Stelle.

Sobald es das Wetter zulässt, wird Blume wohl wieder mit seinem Motorrad in Mansfeld vorfahren. Dass der Pfarrer ein leidenschaftlicher Biker ist, hatte sich schon vor seinem Dienstantritt herumgesprochen. Logisch, dass da unter Gleichgesinnten gern mal gefachsimpelt wird. (mz)