Kreistag Mansfeld-Südharz

Kreistag Mansfeld-Südharz: Freizeitbad Thyragrotte erhält Zuschuss von 250.000 Euro

Sangerhausen - Der rund 226 Millionen Euro umfassende Haushalt ist verabschiedet worden. Der Kreistag ebnet Weg für Investitionen von 21 Millionen Euro.

Von Karl-Heinz Klarner
Der Kreistag Mansfeld-Südharz hat den rund 226 Millionen Euro umfassenden Haushalt verabschiedet
Der Kreistag Mansfeld-Südharz hat den rund 226 Millionen Euro umfassenden Haushalt verabschiedet dpa

Der Kreistag Mansfeld-Südharz hat am Mittwochabend den Weg für Investitionen in Höhe von 21 Millionen Euro freigemacht und den rund 226 Millionen Euro umfassenden Haushalt verabschiedet. Der größte Teil des Geldes fließt in die Sanierung der Schulen im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Insgesamt plant der Landkreis im kommenden Jahr mit Einnahmen von 48,9 Millionen Euro aus der Kreisumlage, die von den Städten und Gemeinden gezahlt wird. Da sind rund 800.000 Euro weniger als in diesem Jahr. Der Hebesatz, der neben der Steuerkraft der Kommunen als Berechnungsgrundlage für die Umlage gilt, soll mit 48,41 Prozent konstant bleiben.

Dagegen steigen die Personalkosten aufgrund von Tarifsteigerungen um 1,5 Millionen auf 44,4 Millionen Euro. Insgesamt hat der Landkreis 713 Beschäftigte in seinem Stellenplan für 2017 ausgewiesen. Darunter sind die Eigenbetriebe Rettungsdienst und Abfallwirtschaft.

Erstmals in der Geschichte des Landkreises erhält das defizitäre Freizeitbad Thyragrotte im Südharzer Ortsteil Stolberg einen Zuschuss von 250.000 Euro. Bislang waren lediglich das Rosarium in Sangerhausen (500.000 Euro) und die Theater- und Kulturwerk GmbH (1,7 Millionen Euro) in Lutherstadt Eisleben mit Subventionen aus dem Kreishaushalt bedacht worden. Landrätin Angelika Klein (Die Linke) hatte sich dafür stark gemacht, der klammen Gemeinde Südharz den Zuschuss für das von Schließung bedrohte Freizeitbad zu gewähren. Darüber hinaus hätte die Gemeinde Fördermittel in Millionenhöhe an das Land zurückzahlen müssen.

Die Subventionen waren zunächst in den Ausschüssen auf Ablehnung gestoßen. Bei der CDU und der SPD waren Bedenken laut geworden, dass andere Kommunen dem Beispiel folgen und Anträge auf Zuschüsse beim Landkreis stellen. Doch die Kritiker waren nach und nach verstummt, da man sich offensichtlich außerhalb der Gremien geeinigt hatte. Die Initiative für den Zuschuss an die Gemeinde Südharz war ursprünglich von der FDP ausgegangen. (mz)