Antrag wurde bewilligt

Kinder und Jugendliche dürfen Buswartehäuschen in Kleinleinungen besprühen

Von Helga Koch 13.10.2021, 09:00
Symbolfoto - Spraydose
Symbolfoto - Spraydose (Foto: imago images/Petra Schneider)

Kleinleinungen/MZ - Was Hauseigentümer erzürnt und Kommunen zu teuren Sanierungsmaßnahmen zwingt - in Kleinleinungen ist es den Kindern und Jugendlichen sogar erlaubt: Das Buswartehäuschen soll mit Graffiti zu einem bunten Farbtupfer werden, freilich nach vorheriger Absprache und mit kompetenter Anleitung.

Sie habe sich gefreut, sagt Ortsbürgermeisterin Christine Reimann (parteilos), als die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Idee auf sie zukamen, ob sie nicht das Buswartehäuschen bunter machen dürften. „Sie hatten wohl nicht damit gerechnet, dass es mit der Umsetzung so schnell gehen würde“, sagt Reimann. Sie nahm Kontakt zur Jugendkoordinatorin Friederike Blanck vom Kreis-Kinder- und Jugendring Mansfeld-Südharz auf, Blanck betreut die Gemeinde Südharz. Gemeinsam mit den Kleinleinunger Kindern und Jugendlichen sei ein Projekt erarbeitet worden, um einen Förderantrag stellen zu können. „Der Antrag ist jetzt bewilligt worden, so dass es losgehen kann.“

Fürs Graffiti wird erst geübt

An diesem Freitag sollen zunächst erst mal Wände zum Üben in Kleinleinungen aufgebaut werden. Daran dürfen sich die Kinder am Sonnabend kommender Woche ausprobieren. „Unter professioneller Anleitung von Timm Höller, einem Graffitikünstler, er ist Referent von der Freiraum Galerie Halle“, erläutert die Ortsbürgermeisterin. Das passiere zuerst an den Übungswänden, anschließend komme das Buswartehäuschen an die Reihe.

Zusätzlich wird es an der Bushaltestelle noch ein „Verschenkeregal“ geben. Dort könnten künftig Dinge abgelegt werden, die zum Wegwerfen zu schade sind. „Wir freuen uns, dass das Projekt so schnell und mit so breiter Unterstützung umgesetzt werden kann“, sagt Reimann. Ihr sei es ganz wichtig, dass junge Menschen die Möglichkeit erhielten, ihr Dorf mitzugestalten. „Das stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern auch die Bindung an die Heimat - und es macht das Dorf bunter.“