Erfolgreiche Pilotphase

Jugendhilfeausschuss verlängert den Einsatz von Kita-Sozialarbeit in Mansfeld-Südharz

Von Beate Thomashausen
Symbolbild - Kita
Symbolbild - Kita (Foto: Uwe Anspach/dpa)

Eisleben/Hettstedt/Sangerhausen/MZ - Bis Ende Februar kommenden Jahres soll der Einsatz von Kita-Sozialarbeit an Kindertagesstätten in Mansfeld-Südharz verlängert werden. Das beschloss der Jugendhilfeausschuss jetzt in seiner Sitzung am Montagnachmittag. Eine weitere Verlängerung über den Februar 2022 soll in die Haushaltsdebatte aufgenommen werden.

Dreijährige Pilotphase an vier Kitas

In der dreijährigen Pilotphase, an der vier Kindertagesstätten - jeweils zwei in Sangerhausen und zwei in der Lutherstadt Eisleben - beteiligt waren und in der man mit der Martin-Luther-Universität in Halle kooperierte, habe sich bereits herauskristallisiert, dass die Kita-Sozialarbeit positive Effekte habe. Konkret hieß es dazu in der Begründung der Beschlussvorlage, dass durch Sozialarbeit in Kitas etwa „herkunftsbedingten Ungleichheiten von einzelnen Kindern begegnet“ sowie Chancengleichheit und Teilhabe ermöglicht werde. Bildungsbenachteiligungen würden so ausgeglichen.

Außerdem zeichne „ein wertschätzender Umgang mit den Eltern und den Fachkräften“ die Kita-Sozialarbeit aus. Ursache dafür, warum über Sozialarbeit in Kitas nachgedacht wurde, ist eine Tendenz, die man im Gesundheitsamt bei den Einschulungsuntersuchungen erkannte. Demnach haben immer mehr Kinder einen Förderbedarf.

Schulsozialarbeit im Blick

Gleichzeitig nutzte die „Kompetenzgruppe Schulsozialarbeit“ das Podium des Jugendhilfeausschusses, um den Ausschussmitgliedern ihre umfangreiche Projektsammlung als Tischvorlage zukommen zu lassen. Darin zeigen sie das Facettenreichtum der sozialpädagogischen Arbeit an Schulen auf und erläutern gleichzeitig die wissenschaftlichen sowie methodischen Hintergründe. „Seit über einem Jahrzehnt unterstützen Schulsozialarbeitende die Schulen unseres Landkreises“, so Emily Reimann von der Netzwerkstelle für Schulsozialarbeit.

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses stellte Jugendamtsleiterin Sabine Schneider einige der neuen Regelungen des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes vor, das in Teilen bereits im Juni in Kraft getreten ist. Der Sozialarbeit wird darin eine große Bedeutung beigemessen.