Juckreiz, Rötungen und Blasen auf der Haut

Juckreiz, Rötungen und Blasen auf der Haut: Kampf gegen Bärenklau in Mansfeld-Südharz

Sangerhausen - Der Landkreis geht weiter gegen den giftigen Riesenbärenklau sowie das drüsige Springkraut vor. Derzeit erarbeite man ein Konzept zur Bekämpfung dieser Pflanzen, sagte Kreissprecher Uwe Gajowski. Es gehe darum, zu schauen, wo man aktiv wird. „Es wird in diesem Jahr ...

Von Fabian Wagener 08.04.2019, 09:15

Der Landkreis geht weiter gegen den giftigen Riesenbärenklau sowie das drüsige Springkraut vor. Derzeit erarbeite man ein Konzept zur Bekämpfung dieser Pflanzen, sagte Kreissprecher Uwe Gajowski. Es gehe darum, zu schauen, wo man aktiv wird. „Es wird in diesem Jahr weitergehen.“

Heimische Pflanzen werden verdrängt

Beim Riesenbärenklau und Springkraut handelt es sich um sogenannte invasive Neophyten. Das sind Pflanzen, die in einem Gebiet vorgekommen, in dem sie ursprünglich nicht heimisch waren. Das Springkraut stammt vom indischen Subkontinent, der Bärenklau aus dem Kaukasus.

Beide verdrängen heimische Pflanzenarten. Beim Kontakt mit dem Bärenklau kann es zudem zu gesundheitlichen Problemen wie Juckreiz, Rötungen und Blasen auf der Haut kommen. Die Pflanze wächst vor allem in Gebieten um Seeburg und Eisleben, an der Bösen Sieben sowie entlang der Helme bei Sangerhausen.

Seit 2018 gibt es im Landkreis ein Pilotprojekt zur Bekämpfung der Neophyten. Vom Jobcenter gestellte Personen rücken dabei aus, um die Pflanzen zu bekämpfen. Außerdem begleitet ein Neophytenmanager das vom Land finanzierte Projekt aus wissenschaftlicher Perspektive.

Wie Gajowski sagte, habe dieser im vergangene halben Jahr die Neophyten-Bestände katalogisiert. Seine Aufgabe ist es überdies, die Eindämmungsmaßnahmen zu koordinieren sowie die Erfolge zu prüfen. Der Fokus liegt auf den Natura-2000-Schutzgebieten. Die Pflanzen sollen in einem frühen Stadium entfernt werden. Ab Juni sollen Maßnahmen gegen das Springkraut erfolgen.

(mz)