Impfausweis statt Test

Geimpfte brauchen keinen tagesaktuellen negativen Coronatest in MSH

Von Joel Stubert
Corona-Impfung (Foto: Maik Schumann)

Sangerhausen/Eisleben/Hettstedt

Wer bereits vollständig geimpft ist, muss bei einem Friseurbesuch oder anderen körpernahen Dienstleistungen keinen tagesaktuellen negativen Coronatest vorlegen. Das bestätigte der Kreis unter Berufung auf eine Mitteilung von Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. Dies gelte überall dort, wo eine Testpflicht angeordnet sei, beispielsweise in Geschäften oder beim Friseur, aber auch für Menschen, die im Beruf einer regelmäßigen Testpflicht unterliegen. Dazu gehören Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Pflegekräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Altenpflegeheimen.

Die Befreiung von der Testpflicht gilt auch für vollständig geimpfte Besucherinnen und Besucher in Pflegeeinrichtungen. Wer also bereits vollständig geimpft ist, muss dies dann mit seinem Impfausweis entsprechend nachweisen. Damit können sich 9.773 Menschen im Landkreis freuen. Denn so groß ist laut einer Mitteilung des Sozialministeriums derzeit die Zahl der vollständig geimpften Personen in Mansfeld-Südharz. Die Zahl derer, die im Landkreis bereits ihre erste Impfung erhalten haben, liegt derweil mittlerweile bei 31.261. Allein am Mittwoch bekamen 2.048 Menschen in MSH ihre Spritze.

Dirk Neumann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle, zeigte indes erfreut darüber, dass Selbsttests bei Friseuren oder anderen Dienstleistern selbst gemacht werden dürfen. „Wir sind froh, dass es nun eine Klarstellung gab, denn die Regelung ließ viele Interpretationen zu. Bei vielen Friseuren und Fußpflegern wurden in den letzten Tagen reihenweise Termine abgesagt, da durch die neue Testregelung viel Verwirrung gestiftet wurde“, sagte er. „Wir hoffen, dass die Möglichkeit, Selbsttests vor Ort zu machen, mehr Vertrauen schafft. Zugleich ist es immer noch unverständlich, warum Kosmetiker, die hohe Hygienestandards einhalten, nicht komplett arbeiten dürfen.“ Unterdessen stieg die Zahl der positiven Coronatests um weitere 53 Fälle. Diese Zahlen vermeldete das Sozialministerium auf Basis der Werte des Robert-Koch-Institutes (RKI). Die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis liegt laut RKI bei 214,2. (mz)