Entscheidung steht an

Erhalten weitere Ortswehren im Südharz eine Entschädigung fürs Ehrenamt?

Von Helga Koch
Symbolbild - Feuerwehr
Symbolbild - Feuerwehr (Foto: imago images/Fotostand)

Südharz/MZ - Geht es nach dem Haupt- und Finanzausschuss von Südharz, sollen Ortswehrleiter mit mehreren unselbstständigen Standorten künftig eine zusätzliche monatliche Aufwandsentschädigung von 25 Euro erhalten. Drei der fünf Ausschussmitglieder haben dafür gestimmt. Im Moment beträfe das allerdings nur die Löschgruppe Leinetal mit den Ortswehren Kleinleinungen, Wickerode und Agnesdorf/Questenberg. Das letzte Wort hat der Südharz-Gemeinderat, der in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause darüber entscheiden muss. Sie findet an diesem Mittwoch, 14. Juli, um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Uftrungen, Heerstall 2a öffentlich statt.

Die Entschädigungssatzung der Gemeinde Südharz stammt aus dem März 2017 und ist seitdem zweimal geändert worden. Demnach erhalten die Ortswehrleiter von Bennungen, Roßla, Rottleberode, Stolberg und Uftrungen monatlich 120 Euro, alle anderen 95 Euro. Aufwandsentschädigungen gibt es auch für die Gemeindewehrleitung, die stellvertretenden Ortswehrleiter, den Gemeindejugendwart, die Jugend- und Kinderwarte, Gerätewarte und nach dem Diensthabenden-System.

Höherer Aufwand für Ortswehrleiter in Leinetal

Die neuerliche Änderung rührt daher, sagt Questenbergs Ortsbürgermeister Norbert Volknandt (Questenverein), dass inzwischen eine Löschgruppe Leinetal besteht. Es gebe eine Jugendfeuerwehr mit sechs bis acht Jugendlichen, der Löschgruppe gehörten etwa 55 Aktive an. Damit steige auch der Aufwand für diesen ehrenamtlichen Ortswehrleiter, sagt Peter Kohl (Uftrunger Liste). Er hätte sogar einen monatlichen Zuschuss von 50 Euro für angemessen gehalten.

Die Diskussion habe es schon mal gegeben, erinnert Hagen Schwach (Bürgerliche Mitte Südharz). Er hatte als Breitunger Ortswehrleiter vorübergehend die Wehr Agnesdorf/Questenberg mit geführt. Gemeindewehrleiter und Bürgermeister seien empört gewesen, weil er sich nach einer höheren Entschädigung erkundigt habe. Dabei habe die Satzung damals die Option eines Zuschusses nicht vorgesehen. Hainrode, sagt Andreas Schmidt (Bürgerliche Mitte Südharz), habe ebenfalls Drebsdorf mit geführt, bevor sie zusammengelegt wurden: „Eventuell zahlt man das nach.“