Eil

„Otto hilft Otto“

Aseleben: Gemälde von Otto Vogel für guten Zweck versteigert

Aseleben - Aseleben: Gemälde von Otto Vogel für guten Zweck versteigert

Von Felix Fahnert 05.01.2021, 09:30

Die Versteigerung anlässlich des Jubiläums von 900 Jahren Aseleben war erfolgreich: Ein Gemälde des Künstlers Otto Vogel hat zum Jahreswechsel wie geplant einen neuen Besitzer gefunden. Für 180 Euro gehört das Kunstwerk Ronny Britton, dem Höchstbietenden der Auktion. „Das Gemälde bleibt im Dorf“, sagt Ortsbürgermeister Ralf Leberecht (FBM), der die Aktion initiiert hatte. Denn Britton wohnt ebenfalls in Aseleben.

Die Idee der Versteigerung: Anlässlich des Jubiläumsjahres 2020 wurde das Gemälde des Aseleber Künstlers Otto Vogel, das Anwohnerin Kerstin Müller-Krautsch Ortsbürgermeister Ralf Leberecht überließ, für einen guten Zweck versteigert. Die Auktion lief über die Internet-Plattform „Ebay Kleinanzeigen“. Mit dem Erlös soll die Skulptur auf der Aseleber Festwiese - die ebenfalls von Künstler Otto Vogel stammt - restauriert werden, da sie stark sanierungsbedürftig ist. Eventuell soll sogar ein kleiner Zaun darum gebaut werden. Leberecht hatte die Aktion daher kurzerhand „Otto hilft Otto“ getauft.

Skulptur von Otto Vogel soll restauriert werden

Die Versteigerung endete wie geplant am 31. Dezember - und in Anspielung an das Jubiläumsjahr - um 20.20 Uhr. Während der Versteigerung, die im April begonnen hatte, waren mehrere Gebote abgegeben worden. Laut Leberecht habe sich das Gebot am Silvestertag selbst noch von 150 auf 180 Euro erhöht. „Ich bin zufrieden“, sagt der Ortsbürgermeister über den erzielten Preis. Zwar hatte er zu Auktionsbeginn 900 Euro als „Verhandlungsbasis“ für das Kunstwerk angegeben - dies war wegen des Ortsjubiläums aber mit einem Augenzwinkern zu verstehen gewesen.

Die Skulptur auf der Festwiese trägt den Titel „Gerettet“ und ist ein Mahnmal an die Opfer des Süßen Sees. „Sie zeigt einen Fischer, der ein Mädchen aus dem See gerettet hat“, erklärte Helga Höhne, die Tochter von Otto Vogel, zum Start der Versteigerung. Wann die Restauration nun beginnen soll, steht laut Leberecht noch nicht fest. Wegen der Corona-Pandemie sei die Planung für das Jahr 2021 noch auf Eis gelegt. Ziel sei es jedoch, das Vorhaben im Laufe des Jahres zu realisieren. (mz)