Kein Durchkommen mehr mit dem Rasenmäher

Ärger über den ungepflegten Zustand des Arboretums in Annarode

Von Daniela Kainz
Das Arboretum in Annarode wird von Spaziergängern als Ort der Erholung genutzt.
Das Arboretum in Annarode wird von Spaziergängern als Ort der Erholung genutzt. (Foto: Maik Schumann)

Annarode/MZ - Uta Anhalt ist enttäuscht. Schon vor Wochen wies die regelmäßige Besucherin des Arboretums öffentlich auf den Pflegebedarf in der Gehölzsammlung in Annarode hin. Sie machte auf die nach ihrer Meinung ungenügende technische Ausstattung der eingesetzten Arbeitskraft vor Ort aufmerksam. Nur eine Motorsense würde für die Arbeiten auf dem Areal bereitstehen.

Ortsbürgermeister Wilfried Heilek ebenfalls verärgert über die Situation

Das hatte nach ihren Schilderungen Folgen: Ein Teil der Flächen sei in diesem Jahr noch gar nicht gemäht worden. Und auch in den gemähten Teilen komme inzwischen kaum noch ein normaler Rasenmäher durch. „Es ist erstmalig, dass das überhaupt nicht klappt“, stellt sie an die Adresse der Verantwortlichen in der Stadt Mansfeld gerichtet fest.

Anhalt weiß, dass es anders geht: Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz habe Ende Juni in die Erneuerung eines Tores im Arboretum investiert. Der Besucherin ist wichtig, dass die Pflege des Arboretums ernst genommen wird. Auch Parks, die der Erholung und der Bildung dienten, gehörten zur Kultur.

Ortsbürgermeister Wilfried Heilek ärgert sich ebenfalls über die Situation. Im vergangenen Jahr hatte er sich zur Unterstützung der Pflegekraft vor Ort den Rasentraktor der Stadt Mansfeld ausgeliehen und selbst gemäht. In diesem Jahr kam es nicht dazu.

Mehr Kontinuität bei der Pflege angekündigt

Der Einsatz eines Rasentraktors im Arboretum ist nach den Worten von Mansfelds Bürgermeister Andreas Koch (Freie Bürger Mitteldeutschland) derzeit nicht möglich. Auf den Rasenflächen würden noch etliche Holzstumpen stehen, die erst entfernt werden müssten. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass die Technik während des Einsatzes beschädigt werde. „Das ist kein böser Wille“, so Koch. Wann das genau passieren soll, konnte der Bürgermeister nicht sagen. Darüber müssten erst noch Absprachen getroffen werden.

Personelle Hilfe vor Ort kann er auch nicht geben. Momentan gebe es nur eine bewilligte Maßnahme vom Jobcenter für die Pflege des Arboretums, erklärt Andreas Koch. Er strebe aber für die Zukunft mehr Kontinuität in diesem Bereich an.