Kurzarbeit wird reduziert

Arbeitsmarkt in Mansfeld-Südharz ist auf dem Erholungskurs

Von Beate Thomashausen
Agentur für Arbeit
Agentur für Arbeit (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild)

Eisleben/Hettstedt/Sangerhausen/MZ - 786 Menschen aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz mussten sich im Juni, ähnlich wie auch im Mai, neu oder erneut arbeitslos melden. 258 kamen direkt aus der Erwerbstätigkeit. Das waren zwölf Leute mehr als im Mai. Die Arbeitslosigkeit beenden konnten im Juni 1.011 Menschen, 33 mehr als vor einem Monat und 114 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt 333 Personen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf. Damit sank die Zahl der Arbeitslosen um 222 auf 6.109 Personen.

„Die Besserung am Arbeitsmarkt zeigte sich zur Jahresmitte in vielen Positionen“, schätzte die Vorsitzende der Sangerhäuser Arbeitsagentur, Martina Scherer, rückblickend ein. Sie wertete es als positiv, dass die Zahl der Arbeitslosen weiter zurückging und dass sich die neuen Arbeitslosmeldungen im saisonal üblichen Rahmen bewegten. Außerdem seien aufgrund der Lockerungen weitere arbeitsmarktpolitische Fördermaßnahmen möglich. Scherer: „Damit konnten Bildungsmaßnahmen wieder hochgefahren werden. Auch die Kurzarbeit wurde weiter reduziert.“

Die Arbeitslosenquote in Mansfeld-Südharz im Juni 2021
Die Arbeitslosenquote in Mansfeld-Südharz im Juni 2021
(Grafik: MZ/Büttner)

Unternehmen in Mansfeld-Südharz suchen Fachkräfte

Als besonders gut schätzte Scherer auch die aktuelle Situation auf dem Stellenmarkt ein. Die sei so gut wie nie. Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit Sangerhausen im Juni 244 neue Stellen, vor allem Schulbegleiter, Köche, Fachverkaufsberater im Bau- und Heimwerkerbedarf und Berufskraftfahrer wurden gesucht. Damit sind jetzt insgesamt 1.064 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur, 236 mehr als im Juni vergangenen Jahres „Einerseits freuen wir uns über die reichlich 1.000 Arbeitsstellen, die wir im Bestand haben. Andererseits sollen diese Stellen aber nicht lange frei bleiben, denn die Unternehmen brauchen Fachkräfte, um ihre Wirtschaftskraft zu halten“, so Scherer.

Die überwiegende Zahl der freien Stellen sei auf Fachkräfte- und Spezialistenniveau. „Diesen Bedarf allein mit unseren arbeitslosen Menschen zu decken, ist kurzfristig leider schwer möglich und braucht etwas Zeit“, schätzte die Agenturchefin ein und warb für einen Besuch der Jobbörse auf der Internetseite der Agentur. Ein Rückgang sei bei der Kurzarbeit zu verzeichnen. Im Juni sind im Landkreis 17 Anzeigen über Kurzarbeit für 135 Personen eingegangen. Das waren 13 Anzeigen und 65 Personen weniger als im Mai 2021.