Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin bei 0,0

Andrang beim Impfen ohne Termin in Mansfeld-Südharz hält sich in Grenzen

Von Joel Stubert
Impfzentrum in Sangerhausen
Impfzentrum in Sangerhausen (Foto: Maik Schumann

Sangerhausen/Eisleben/Hettstedt/MZ - Was die Sieben-Tage-Inzidenz betrifft, kann Mansfeld-Südharz dieser Tage nicht klagen. Seit dem 17. Juni gibt es im Kreis nun schon keine nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus mehr, seit dem 21. Juni liegt die Inzidenz bei 0,0 - zusammen mit dem Kreis Anhalt-Bitterfeld ist das nirgendwo so lange der Fall wie in MSH. Doch der Schuh drückt an anderer Stelle, bei den Impfungen. Seit einer Woche versucht der Kreis da nachzuhelfen und bietet auch Impfungen ohne Termin an, Spontanimpfungen sozusagen. Doch der Andrang hält sich weiterhin in Grenzen. „Bislang ist der große Ansturm ausgeblieben“, sagt Impfzentrumsleiter Steffen Hohmann. In den vergangenen Tagen seien in den Nachmittagsstunden jeden Tag rund 50 Personen ins Impfzentrum gekommen, die ohne einen Termin ihre Spritze bekommen hätten.

„Wir haben aber die Möglichkeit, in dem Zeitfenster von 14 bis 18.30 Uhr rund 200 Personen ohne Termin zu impfen“, erklärt Hohmann weiter. Amtsärztin Birgit Achilles verweist deswegen erneut darauf, dass es wichtig sei, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. „Wir müssen die Impfquote im Landkreis weiter deutlich steigern, um eine entsprechende Herdenimmunität zu erreichen“, teilt sie mit. Die Impfung sei zudem wichtig, um gegen eine erneute Welle von Infektionen gewappnet zu sein.

Impfquote in Mansfeld-Südharz soll weiter steigen

Wer sich ohne Termin im Impfzentrum impfen lassen möchte, kann dies jeweils montags bis freitags in der Zeit von 14 Uhr bis 18.30 Uhr in der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 35 (Mammuthalle) in Sangerhausen machen. Geimpft wird der Impfstoff von Biontech. „Impfwillige müssen den Impfausweis, die Krankenversichertenkarte und den Personalausweis mitbringen“, sagt Kreissprecherin Michaela Heilek. Jugendliche ab 16 werden nur in Begleitung ihrer Erziehungsberechtigten geimpft. Aktuell können 700 Impfungen am Tag verabreicht werden.

Unterdessen entschieden sich immer mehr Menschen, nach einer ersten Impfung mit AstraZeneca zu einer so genannten Kreuzimpfung - also einer Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff wie zum Beispiel dem von Biontech. „Ja, das wird gut angenommen“, sagt Sprecherin Heilek.