Wechsel zum Zweckverband Ostharz

Abwasserentsorgung in Breitenstein ist geklärt

Von Helga Koch
Symbolbild - Abwasserentsorgung
Symbolbild - Abwasserentsorgung (Foto: Arnulf Stoffel/dpa)

Breitenstein/MZ - Das nennt man wohl ein glückliches Ende: Zu Beginn des kommenden Jahres übernimmt der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserversorgung Ostharz die Ver- und Entsorgung von Breitenstein, die Verbandsversammlung des Nachbarverbandes hat jetzt ebenfalls der Übernahme dieser Aufgabe und der Vereinbarung mit dem Wasserverband Südharz zugestimmt. „Ich bin zutiefst dankbar“, sagt Breitensteins Ortsbürgermeister René Schröder (Einzelbewerber), „dass sich alle beteiligten Akteure so engagiert haben, um eine Lösung für uns zu finden.“ Der Dank gebühre den Verbandsgeschäftsführern Jutta Parnieske-Pasterkamp und Lutz Günther, der Gemeinde Südharz, Bürgermeister Ralf Rettig (parteilos) und der Verwaltung.

Durch das rechtzeitige Mitwirken aller sei eine „sehr gute, sehr konstruktive“ Lösung des Problems möglich geworden, betont Schröder. Denn die künftige Versorgung des Harzdorfes mit rund 400 Einwohnern erscheint zunehmend schwierig. Die Qualität und Menge des bisher genutzten Bachwassers hat sich durch das Absterben großer Waldgebiete und entsprechende Sonneneinstrahlung bereits deutlich verschlechtert. Deshalb wird der Wasserverband eine Versorgungsleitung nach Friedrichshöhe bauen, um den Ort künftig von dort aus zu versorgen. Diese Leitung wird der Nachbarverband nach der Fertigstellung übernehmen.

Schwierig wäre es außerdem geworden, künftig das Abwasser aus Breitenstein zu entsorgen. Da der Wasserverband Südharz innerhalb des nächsten Jahrzehnts weder finanziell noch personell in der Lage gewesen wäre, eine zentrale Kanalisation nebst Klärwerk zu bauen, sollten die Grundstückseigentümer selbst vollbiologische Kleinkläranlagen oder abflusslose Sammelgruben bauen. Das erfuhren die Breitensteiner vor ziemlich genau einem Jahr, es sorgte für riesigen Ärger. Denn zuvor war immer eine zentrale Entsorgung vorgesehen. Der Ostharzverband wird nun aber doch die zentrale Entsorgung des Abwassers ermöglichen, womit vielen Breitensteinern eine große Sorge genommen werden dürfte.