Stahl Thale

Stahl Thale: Klassenerhalt hat Priorität

Thale - Nach nur zwei Siegen steht Aufsteiger Thale derzeit auf einem Abstiegsplatz der Landesliga Nord. Was ist Sicht des Trainers noch fehlt.

Von Thomas Baake

Aufsteiger haben es bekanntlich immer schwer im Fußballgeschäft. So auch Stahl Thale in der Landesliga Nord. Die Bodestädter sind nach dem Aufstieg im vorigen Sommer aus der Landesklasse 3 nun eine Staffel höher am Ball. Aktuell ruht das Leder allerdings coronabedingt.

Nach bereits schon neun ausgetragenen Partien belegt die Elf von Trainer Marcel Tietze den 16. Rang und ist somit Vorletzter der Tabelle. Das Bild trügt allerdings ein wenig, da andere Teams der Staffel erst sechs oder sieben Spiele absolviert haben. Thale steckt mit nur sechs Punkten und lediglich zwei Siegen im Abstiegskampf.

„Mit den bisherigen Spielen können wir nicht komplett zufrieden sein“

„Mit den bisherigen Spielen können wir nicht komplett zufrieden sein. Einige Spiele fielen da echt ins Gewicht, wie die Niederlage in Staßfurt“, so Trainer Marcel Tietze. Nicht in allen Spielen hätten die Akteure das Potenzial abgerufen. Hier und da fehle die Routine. Ein Lichtblick war ganz klar der Sieg im Kreispokal. In Westerhausen besiegte Stahl den SV Langenstein mit 2:1.

„Das war ein Riesenerfolg für das Team. Der Modus mit dem Halbfinale am Freitagabend und dem Finale am Sonntag war anstrengend. Das Team hat bewiesen, dass eine Mannschaftsleistung zu erkennen war. Und es war mal Zeit für einen Titel“, lobt der 41-Jährige seine Truppe.

Im Landespokal am Anfang schon die Segel gestrichen

Im anderen Pokalwettbewerb mussten die Thalenser bereits in der ersten Runde die Segel streichen. Im Landespokal gab es eine Heimniederlage gegen den SSV Havelwinkel Warnau. Man habe sich auf diesen Wettbewerb nicht so intensiv vorbereitet, obwohl attraktive Gegner gewunken hätten – beim Weiterkommen.

Den größeren Stellenwert in diesem Jahr habe der Kreispokal gehabt. „Es ist ein junges Team und viele im Umfeld und der Stadt glauben nicht so recht an die Elf“, so Tietze. Das müsse anders werden. Die Jungs brauchen Unterstützung. Ein sportlicher Eckpfeiler ist da ganz klar Torwart Sebastian Thimm. „Er hat uns so einige Punkte gerettet und im Spiel gehalten“, sagt Stahls Coach. Als Beispiel nannte er den Sieg im Halbfinale des Kreispokals im Elfmeterschießen. Thimm parierte und verwandelte die entscheidenden Strafstöße gegen Olympia Schlanstedt. Das ist schon einige Monate her.

Das körperbetonte Spiel in der Landesliga müssen wir besser annehmen“

Aktuell ist der Strafraum verwaist. Das Team stehe dennoch im regen Austausch via WhatsApp und die Spieler müssen bei Laune gehalten werden – dies geschehe durch interne Wettbewerbe. In einer größeren Auswertung der aktuellen Saison kamen alle zu einem Urteil: „Wir waren nicht immer die schlechtere Mannschaft. Allein der Erfolg hat gefehlt. Das körperbetonte Spiel in der Landesliga müssen wir besser annehmen“, heißt es dazu. Sollte die Saison im Jahr 2021 fortgesetzt werden, egal in welchem Modus, bliebt das Ziel der Klassenerhalt.

Es kursieren ja aktuell einige Ideen bei den Verantwortlichen, aber noch ist nichts spruchreif, wie zum Beispiel Play Offs und Play Downs in der Liga. „Wir sind da guter Dinge. Zu Beginn der Saison hatten wir mit dem Verletzungspech zu kämpfen. Der ein oder andere kämpft sich aktuell ins Team zurück“, gibt sich Tietze selbstbewusst. So absolviere Robert Balser nach seinen Problemen am Knie leichtes Lauftraining. Bei Kai Meldau und Ramon Köhler ist wohl eher erst im März mit einer Rückkehr zu rechnen.

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Alle Ergebnisse auf einen Blick

Neun Spiele hat Stahl Thale absolviert und dabei bei zwei Siegen sechs Punkte geholt. Das sind die Ergebnisse in geordneter Reihenfolge: Thale - Blankenburg 0:1, Ilsenburg - Thale 5:1, Thale - Schönebeck 0:2, TuS Magdeburg-Neustadt - Thale 1:3, Thale - Warnau 2:0, Magdeburger SV Börde - Thale 3:2, Thale - Heyrothsberge 2:3, Thale - Irxleben 2:3, Staßfurt - Thale 6:0. (mz)