Stahl Thale gegen Germania OlvenstedtStahl Thale gegen Germania Olvenstedt: Neuer Kunstrasen kein Nachteil für Stahlwerker

Thale - Im letzten Spiel des Jahres fährt Stahl Thale zu Germania Olvenstedt. Und darf einen neuen Kunstrasenplatz einweihen.

Von Oliver Hille 15.12.2016, 18:45

Stahl Thale bestreitet das letzte Landesligaspiel 2016 beim Siebenten Germania Olvenstedt. Dank des modernen Kunstrasen kann das Spiel am Samstag in Magdeburg stattfinden.

Als Aufsteiger schafften die Germanen im Vorjahr den Sprung auf Platz drei in die Verbandsliga-Relegation. Zwei Plätze, vier Punkte und ein Tor hatten sie am Ende mehr als Thale, eben auch weil sie beide direkte Duelle gewinnen konnten.

Die Relegationsspiele gegen Zorbau wurden verloren, dafür erfüllte sich ein anderer Traum: Der 18 Jahre alte Kunstrasenplatz wurde saniert. Dabei wurde der Quarzsand durch Granulat ausgetauscht. Dafür hatte der Verein zwei Jahre gekämpft, Geld gesammelt und selbst 48.000 Euro aufgebracht.

Stahl Thale gegen Germania Olvenstedt: In welcher Form präsentieren sich die Stahlwerker?

Seit 2006 spielt Robert Puchowka für Olvenstedt. Seit 2009 verpasste er mit seiner Elf oft nur knapp den Landesliga-Aufstieg, bis zur Erlösung 2015. Sein Ziel ist es, die Punkte in Olvenstedt zu behalten, um sich im oberen Tabellenmittelfeld festzusetzen: „Das klappt nur mit einer geschlossenen Leistung. Gegen Thale muss jeder für den anderen kämpfen, nur so können wir gewinnen.“

Die Stahlwerker sind für ihn sehr schwer einzuschätzen: „An guten Tagen können sie jeden schlagen wie beim 6:1 gegen Halberstadt. An schlechten kann es aber auch komplett anders laufen, wie beim 0:6 in Ottersleben.“

Er rechnet mit einem intensiven Spiel, „mit dem hoffentlich besseren Ende für uns“. Beim letzten Spiel in Westerhausen fehlte der spielstarke Sechser beruflich bedingt, er kennt aber die Gründe für die 0:4-Niederlage: „Es hat die mannschaftliche Geschlossenheit wie beim 3:1-Sieg in Heyrothsberge gefehlt. Wir haben verdient verloren, wenn auch zwei Tore zu hoch.“

Ingo Vandreike von Stahl Thale: „Zweite Reihe darf sich beweisen“

Stahl-Trainer Ingo Vandreike sieht den Kunstrasen nicht als Nachteil. „Natürlich müssen wir uns umstellen, aber im Grunde ist das nur eine Kopfsache und eine Frage der Einstellung. Wenn ich mich von Anfang an sauber darauf vorbereite, ist alles machbar.“

Dazu kenne sein Team mit seinem Hartplatz viel „härtere“ Untergründe. Er weiß, dass sein Team vor allem auf 18-Tore-Mann Andreas Bode achten muss. Da Olvenstedt viele Gegentore einstecken musste, sieht er vielleicht sogar das Heil in der Offensive. Einige Spieler sind angeschlagen, verletzt oder müssen arbeiten. „Aber dann könnten sich meine Jungs aus der zweiten Reihe beweisen.“

Stahl Thale gegen Germania Olvenstedt: Chance für Youngster Jonas Kohl?

Vielleicht wäre das die Chance für Jonas Kohl, einen der jüngsten Spieler im Stahl-Kader. Vandreike schätzt Einstellung, Fleiß und Lernfähigkeit. Mit fünf Einsätzen hat der 20-jährige Abwehrspieler den Sprung in die „Erste“ geschafft. „Das freut mich sehr. Seit der Jugend war es mein Ziel, später mal Erste für Stahl zu spielen.“ Durch sein Studium in Magdeburg musste er im letzten Jahr pausieren, inzwischen studiert er aber Wirtschaftsingenieurwesen in Wernigerode und ist wieder voll dabei:

„Motiviert bin ich schon vor dem Spiel. Umso mehr pusht es mich, wenn ich eingewechselt werde.“ Er erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. „Wir müssen geschlossen auftreten und mit Leidenschaft spielen. Jeder muss alles geben und konzentriert sein.“ Er hofft auf einen Einsatz und will alles für den Sieg geben.

(mz)