Mehrere Zehntausend Euro

Mehrere Zehntausend Euro: Betrüger zocken Rentner aus Harzgerode ab

Harzgerode - Dreiste Betrüger haben einen Rentner aus Harzgerode binnen dreier Monate um mehrere Zehntausend Euro gebracht. Wie Uwe Becker, Sprecher des Polizeireviers, mitteilte, hätten die Täter den Mann zunächst mit falschen Gewinnversprechen gelockt, ihm dann mit Strafe gedroht und sich schließlich als falsche Polizisten ausgeben - alles telefonisch. Jedes Mal zahlte das ...

Dreiste Betrüger haben einen Rentner aus Harzgerode binnen dreier Monate um mehrere Zehntausend Euro gebracht. Wie Uwe Becker, Sprecher des Polizeireviers, mitteilte, hätten die Täter den Mann zunächst mit falschen Gewinnversprechen gelockt, ihm dann mit Strafe gedroht und sich schließlich als falsche Polizisten ausgeben - alles telefonisch. Jedes Mal zahlte das Opfer.

Angebliche Steuern für einen Gewinn

Den ersten Anruf erhielt der 74-Jährige im August. Ein Unbekannter teilte ihm mit, dass er bei einem Gewinnspiel gewonnen habe und, um den Gewinn ausgezahlt zu bekommen, einen Grundbetrag sowie Steuern in Höhe von mehreren Hundert Euro zahlen müsse. Dieser Forderung kam der Rentner nach.

Wenig später dasselbe Spiel: Wieder klingelte das Telefon, wieder sollte er gewonnen haben und dafür Hunderte Euro bezahlen. Im Oktober änderten die Betrüger ihre Masche: Diesmal meldete sich eine vermeintliche Staatsanwältin, die ihm vorhielt, eine Internetseite für Kinderpornografie in der Türkei zu betreiben.

Nach der „Staatsanwältin” ruft ein Mann vom „BKA” an

Im Falle einer Zahlung von mehreren Tausend Euro sei die Sache aber für sie erledigt, ließ die Frau ihn wissen. Der Harzgeröder zahlte, erstattete danach aber Anzeige. Wie Polizeisprecher Becker sagte, sei dem Rentner erklärt worden, wie er sich in solchen Fällen zu verhalten habe. Genutzt hat es offenbar nur wenig - denn auch auf Anweisung eines Mannes, der sich als Frank Mahler vom Betrugsdezernat des BKA aus Hamburg vorstellte, überwies er Geld, weil angeblich wieder Anklagen in der Türkei vorlägen.

Zuletzt sollte sein Geld beschlagnahmt worden sein. Zumindest wurde das dem 74-Jährigen von einem falschen Polizisten, einem Inspektor Dieter Lackborn aus Leipzig, mitgeteilt. Das Geld - Zehntausende Euro - hob er ab und händigte es einer ihm unbekannten Frau aus. Dass er abermals Opfer eines Betrugs wurde, musste er am Dienstag feststellen. Er ging zur (echten) Polizei, um den Beamten mitzuteilen, wie „die ganze Sache seit August weitergegangen ist“. (mz)