Leiche im Wald

Mägdesprung: Frauenleiche im Wald könnte die Vermisste aus Nienburg im Salzlandkreis sein

Mägdesprung - Pilzsucher haben in einem Wald im Kreis Harz eine Frauenleiche gefunden.

09.10.2017, 17:05
Ein umgefallener Baum mit Moos liegt in einem Waldstück bei Mägdesprung.
Ein umgefallener Baum mit Moos liegt in einem Waldstück bei Mägdesprung. dpa-Zentralbild

Eine Pilzsucherin hat am Sonntagnachmittag  eine Frauenleiche in einem Waldgebiet  unweit der Bundesstraße 185 bei Mägdesprung (Harz) gefunden.

Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich bei der Toten um eine 78-Jährige aus Nienburg  (Salzlandkreis) handelt, die bereits  seit dem 1. September vermisst wird und deren Spur sich im Wald bei Mägdesprung verloren hatte. 

„Im Augenblick bestehen keine weiteren Vermisstenmeldungen“, sagte Bettina Moosbauer,  Sprecherin des Polizeireviers Harz. Aufgrund des Zustandes der Leiche sei eine eindeutige Identifizierung bisher nicht möglich gewesen. Gewissheit könne  erst ein DNA-Abgleich bringen.

Die vermisste 78-Jährige  war am Mittag des  1. September das letzte Mal gesehen worden. Sie war mit ihrem Lebensgefährten in dem Waldgebiet   unterwegs, um Pilze zu sammeln; beide verloren sich aus den Augen.  Der Lebensgefährte hatte  die Polizei  informiert.

Trotz umfangreicher Suchaktionen, an denen Polizei, Feuerwehren, die Bergwacht, das THW mit Personensuchhunden, ein speziell geschulter Hund und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera beteiligt waren, konnte die Vermisste nicht gefunden werden.

Die nun entdeckte Tote, in deren Nähe ein Pilzkorb gelegen habe, sei etwa 2,5 Kilometer vom damaligen Suchbereich, etwa 500 Meter von der B 185 entfernt gefunden worden.  Gefunden worden sei die Tote am Sonntag  durch eine 43-Jährige aus Bernburg, die gemeinsam mit einem Begleiter im Wald unterwegs gewesen sei, um Pilze zu suchen.

Die Frau habe sich in der Region nicht ausgekannt, hätte ihren Begleiter ebenfalls  aus den Augen verloren und schon befürchtet, sich verlaufen zu haben, erklärte Bettina Moosbauer. In der beginnenden Dämmerung habe sie dann die Leiche entdeckt - in einem sehr unwegsamen Gelände, so die Polizeisprecherin. Die 43-Jährige habe ein Handy dabei gehabt. „So haben wir sie orten können“, erklärt  Moosbauer.

Die Tote wurde in die Rechtsmedizin gebracht. „Eine Fremdeinwirkung scheint nach ersten Erkenntnissen nicht vorzuliegen“, sagte Bettina Moosbauer. Um die Todesursache zu ermitteln, solle eine Obduktion erfolgen.  „Wir gehen davon aus, dass bis Ende der Woche ein Ergebnis vorliegt.“  (mz)