Zwischen Harzgerode und Mägdesprung

Landesstraße 235 zwischen Harzgerode und Mägdesprung: Spannanker sollen Felsabsturz verhindern

Mägdesprung - Die Landesstraße 235 zwischen Harzgerode und Mägdesprung ist seit Jahren ein Problemkind der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB). Im Stadtrat Harzgerode war die derzeit nur halbseitig befahrbare Straße - drei schadhafte Stellen verhindern, dass der Verkehr sicher zweispurig rollt - erneut Thema: Hilmar Klietz, Fachbereichsleiter Straßenbau der LSBB, erklärte, wie eine kritische Stelle repariert werden ...

Von Sabine Herforth 28.06.2017, 08:15

Die Landesstraße 235 zwischen Harzgerode und Mägdesprung ist seit Jahren ein Problemkind der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB). Im Stadtrat Harzgerode war die derzeit nur halbseitig befahrbare Straße - drei schadhafte Stellen verhindern, dass der Verkehr sicher zweispurig rollt - erneut Thema: Hilmar Klietz, Fachbereichsleiter Straßenbau der LSBB, erklärte, wie eine kritische Stelle repariert werden soll.

Der Straße fehlt die Tragfähigkeit

Konkret bestehe die Gefahr eines Felsabrutsches. „Wir haben bei der Sondierung erkannt, dass die Straße in ihrer Breite ursprünglich schmaler war“, erklärte Klitz. Diese sei talseitig irgendwann verbreitert und dem höheren Verkehrsaufkommen angepasst worden. Allerdings nicht tragfähig genug, um den tonnenschweren Lastwagen dauerhaft standzuhalten. Erschwert wird die geplante Maßnahme dadurch, dass die Straße durch mehrere Naturschutzgebiete verläuft.

Um die L235 perspektivisch dennoch für den beidseitigen Verkehr nutzbar zu machen, wurden verschiedene Lösungsvarianten betrachtet, so Klietz. Die Vorzugsvariante sieht vor, die Schadstelle mit Spannankern zu verriegeln.

Diese Möglichkeit ließe sich schnell umsetzen und würde zudem ermöglichen, die Fahrbahn im Schadensbereich zu erweitern. „Die Konstruktion müsste beim Neubau eventuell rückgebaut werden“, gab Klietz zu bedenken. Eine Komplettsanierung der Straße ist jedoch nicht vor 2023 möglich.

Etwa ein halbes Jahr Bauzeit

Die Vorzugsvariante ist zugleich auch die günstigste. Sie würde etwa 492.000 Euro kosten. Bereits Ende des Jahres will die LSBB die Maßnahme ausschreiben, um im Frühjahr 2018 mit den Arbeiten beginnen zu können. „Wir rechnen mit etwa einem halben Jahr Bauzeit“, so Klietz. (mz)