Haushalt in Harzgerode

Haushalt in Harzgerode : Stadt investiert auch in moderne Technik

Harzgerode - Harzgerode plant im neuen Jahr trotz Haushaltskonsolidierung zahlreiche Ausgaben. Priorität hat unter anderem ein Gewerbegebiet.

Von Sabine Herforth 06.01.2018, 12:55

Die Stadt Harzgerode legt für das Haushaltsjahr 2018 einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vor - mit der Absicht, an das Vorjahr anzuknüpfen.

„Der ausgeglichene Haushalt von 2017 ist keine Eintagsfliege“, sagte Harzgerodes Bürgermeister Marcus Weise (CDU) dazu in der Stadtratssitzung.

Aufwendungen und Erträge seien ausgeglichen und betragen insgesamt knapp 11,9 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen wird sich - sofern die Kommunalaufsicht grünes Licht gibt - im Vergleich zu 2016 nahezu verdreifachen. 2,3 Millionen Euro Ausgaben sind vorgesehen.

Haushalt in Harzgerode: Bauhof wird aufgerüstet

Das Geld soll unter anderem in modernere Technik für den Bauhof, den Bau eines geplanten Feuerwehrdepots in Siptenfelde sowie die Ausgestaltung des Westflügels des Harzgeröder Schlosses zu einem Erlebniszentrum gesteckt werden.

Für das Depot sind etwa 400.000 Euro, für das Erlebniszentrum zunächst 100.000 sowie 2019 weitere 100.000 Euro eingeplant. Auch die Stark-V-geförderte Sanierung der Kindertagesstätte Dankerode ist in diesem Jahr geplant.

Weise: „Wir investieren eine Summe von knapp 200.000 Euro.“

Haushalt in Harzgerode: Gewerbegebiet hat Priorität

Priorität habe zudem die Erschließung des Gewerbegebietes in Harzgerode, das mit 750.000 Euro im Haushaltsentwurf festgehalten ist.

Das immer wieder verschobene Projekt zum Ausbau der Straße „Am Zechenfeld“ in Straßberg ist mit zunächst 200.000 Euro erneut im Haushalt eingeplant. Die Maßnahme sei zu 100 Prozent förderfähig.

Geld in die Hand will die Stadt darüber hinaus für die Realisierung eines Themen-Erlebnisweges nehmen, der den Weg zwischen der Grube Glasebach über acht Naturerlebnisstationen mit dem Schloss in Harzgerode verbinden soll.

Mehreinnahmen decken die zusätzlichen Ausgaben

Die Investitionen sollen unter anderem durch Mehreinnahmen gedeckt werden. Diese entstehen unter anderem durch ein erhöhtes Steuereinkommen, Grundstücksverkäufe sowie die Übertragung von Wohnungsbeständen an die Harzgeröder Wohnungsgesellschaft.

Dem gegenüber stehen Verluste durch geringere Mieteinnahmen (durch Grundstücksverkäufe), den Wegfall der Hortgebühren, sobald der Hort an einen freien Träger übergeht, sowie durch geringere Schlüsselzuweisungen vom Land und höhere Personalkosten.

Durch die geplanten Investitionen ergibt sich ein Minus von fast 4,5 Millionen Euro, weshalb eine Begrenzung des Kassenkreditrahmens - vergleichbar dem Dispo-Kredit bei Privatleuten - auf 5 Millionen Euro in der Haushaltssatzung verankert wurde.

Haushalt in Harzgerode: Schuldenstand bei 4,8 Millionen Euro

Der Schuldenstand Harzgerodes beträgt zu Jahresanfang 4,8 Millionen Euro. 2018 sei eine Tilgung von etwa 410.000 Euro geplant, sagt Silke Konzan, Amtsleiterin Finanzen.

Für die geplanten Investitionen sollen Kredite in Höhe von insgesamt fast 570.000 Euro aufgenommen werden, so dass Harzgerode am Jahresende mit knapp 498.000 Euro in der Kreide steht und daher die Zustimmung der Kommunalaufsicht nötig ist. Sie gehe jedoch von einer positiven Rückmeldung aus, so Konzan.

Das Gremium beschloss den Haushaltsplan einstimmig. (mz)