Forstwirtschaft

Harzklub appelliert wegen zerfahrener Wanderwege an Waldbesitzer

„Nun gilt es, die Wege wieder in einen wanderbaren Zustand zu versetzen“, teilte der Verein mit. Neue digitale Karten sind geplant.

13.10.2021, 14:00
Durch Rückearbeiten im Forst sind Wanderwege im Harz stark zerfahren worden.
Durch Rückearbeiten im Forst sind Wanderwege im Harz stark zerfahren worden. Foto: P. Müller/Harzklub

Quedlinburg/MZ - In den Landkreisen Harz und Mansfeld-Südharz ist unter Leitung der Regionalen Planungsgemeinschaft Harz ab 2022 ein umfassendes Projekt zur Wegebeschilderung auf der Grundlage der neuen digitalen Wanderkarte geplant.

Basis hierfür ist ein neuer Gestattungsvertrag, den der Harzklub mit dem Forstbetrieb des Landes Sachsen-Anhalt abgeschlossen hat. Neue Schilder sind gut, „jedoch wird die Kritik der Gäste am Zustand der Wanderwege, die durch Rückearbeiten stark zerfahren wurden, zunehmend lauter“, erklärt der Harzklub in einer Pressemitteilung.

„In einigen Bereichen wurden die Forstarbeiten bereits abgeschlossen. Nun gilt es, die Wege wieder in einen wanderbaren Zustand zu versetzen.“ Da seien die Waldbesitzer gefordert, zugleich müsse die „Wanderinfrastruktur systematisch wiederhergestellt werden“.

Außerdem sei ein „starkes Miteinander“ nötig, um den Harz als Wanderregion aufzuwerten; der Harzklub spricht von einer Allianz mit den Landesforsten, Landkreisen, Kommunen und Touristikern, aber auch mit den Privatwaldeigentümern: „Nur durch ein gemeinsames Handeln und gegenseitige Unterstützung werden wir unseren Gästen künftig wieder ein attraktives Wegenetz im Harz bieten können“, heißt es.

Harzklub-Präsident Oliver Junk fordert alle Waldbesitzer auf, trotz der „unverhältnismäßig hohen Arbeitsbelastung“ die Wanderer nicht aus dem Fokus zu verlieren: „Gerade in den etwas ruhigeren Wintermonaten können Pflegearbeiten an den Wanderwegen durchgeführt werden.“ Der Harzklub biete seine ehrenamtliche Unterstützung an.