Fußball-Landesliga Fußball-Landesliga : Drei Neuzugänge beim SV Stahl Thale

Thale - Ein gut gehütetes Geheimnis wurde jetzt gelüftet. Bisher wurden beim Landesligisten Stahl Thale nur Abgänge bekannt, die darauf schließen ließen, dass es entgegen aller Erwartungen einen größeren Umbruch im Kader der Stahlwerker geben würde. In Sachen Zugänge ließen sich die Verantwortlichen nicht in die Karten schauen. „Der Transfermarkt in der Landesliga Nord ist hart umkämpft, und viele Spieler können immer öfter den Verlockungen finanzstarker Vereine nicht widerstehen“, bedauert Abteilungsleiter Jens ...

Von Oliver Hille 07.07.2016, 15:44

Ein gut gehütetes Geheimnis wurde jetzt gelüftet. Bisher wurden beim Landesligisten Stahl Thale nur Abgänge bekannt, die darauf schließen ließen, dass es entgegen aller Erwartungen einen größeren Umbruch im Kader der Stahlwerker geben würde. In Sachen Zugänge ließen sich die Verantwortlichen nicht in die Karten schauen. „Der Transfermarkt in der Landesliga Nord ist hart umkämpft, und viele Spieler können immer öfter den Verlockungen finanzstarker Vereine nicht widerstehen“, bedauert Abteilungsleiter Jens Kersten.

Trainer Ingo Vandreike führte in Abstimmung mit dem Vorstand viele Spielergespräche. Sein Telefon habe geglüht, beschrieb er es. Viele Kilometer legte er zurück. Nun gab der SV Stahl seine ersten drei Neuzugänge bekannt. Weitere sollen in den nächsten Wochen folgen. Mit Tom Hufmüller gibt es einen Rückkehrer. Dominik Keber und Maximilian Stockhaus sind die beiden anderen.

Dabei fällt auf, dass sich nach den Abgängen im Vorfeld nun der Altersdurchschnitt rapide gesenkt hat. Lag dieser in der abgelaufenen Spielzeit noch bei über 27,2 Jahren, liegt jetzt der Schnitt aktuell bei knapp 23,75 Jahren. Das neue Konzept lautet: „Jugend voran!“

„Wir wollen gezielt unseren eigenen Nachwuchsspielern und Eigengewächsen, aber auch jungen und erfolgshungrigen Spielern aus der Region bei Stahl die Chance geben, sich zu beweisen und Stahl mit ihrer Klasse und Ehrgeiz gezielt zu verstärken“, so Kersten.

Mit 21 Jahren ein sehr junger aber talentierter Spieler aus dem Harzkreis ist Dominik Keber , der zweitbeste Torschütze des Harzoberligisten Fortuna Halberstadt. Keber erzielte als offensiver Mittelfeldspieler in 27 Ligaspielen elf Tore in der letzten Spielzeit. Er bringt beste Offensivqualitäten und viel Tatendrang mit an die Bode.

Trainer Vandreike weiß, „Dominik ist ein junger, entwicklungsfähiger Offensivspieler, der unbedingt höherklassig Fußball spielen möchte und schon in jungen Jahren das Ziel hat, sich in der Landesliga durchzusetzen. Er ist in der Offensive überall einsetzbar. Egal, ob links-, rechtsaußen, oder als Stoßstürmer oder auch als hängende Spitze. Er bringt uns so deutlich mehr Flexibilität.“

Trotz seiner erst 24 Jahre bringt Maximilian Stockhaus viel Landesliga-Erfahrung mit. Er war zuletzt Kapitän und der Führungsspieler beim Ligakonkurrenten VfB Ottersleben. Dort spielte er drei Jahre in der Landesliga Nord und zuvor in der Verbandsliga. Der torgefährliche Defensivspieler erzielte in 26 Spielen zwei Tore und bereitete zwei weitere vor.

„Max Stockhaus bringt viel Erfahrung mit und hat in der Landesliga Nord schon vieles gesehen. Er ist ebenfalls ein Spieler, der vielseitig einsetzbar ist“, bemerkt Vandreike. Stockhaus könne im rechten und linken Mittelfeld, als Sechser, Innenverteidiger oder auch als Außenverteidiger eingesetzt werden. „Er bringt neben seinen Führungsqualitäten zusätzlich für uns wichtige Tugenden mit. Er ist zweikampfstark und überzeugt körperlich wie auch läuferisch. Er wird uns so bestens verstärken und viel Freude bereiten.“

Der dritte im Bunde ist ein alter Bekannter im Stahl-Trikot. Der 24-jährige Tom Hufmüller wechselt ebenfalls aus Ottersleben zu den Stahlwerkern. Bereits in der Saison 2012/13 spielte er für Stahl in der Landesklasse 3 und half beim Staffelsieg und Aufstieg in die Landesliga. In der letzten Saison absolvierte der Defensivspezialist 15 Ligaspiele und traf dreimal. „Tom sollte einigen Fans noch in Erinnerung sein. Er hat ebenfalls in seinen letzten beiden Stationen in der Liga viel Erfahrung gesammelt. Neben seiner robusten Zweikampfstärke und Qualität in der Defensive bringt er Stärken im Offensivspiel mit“, weiß der Trainer. Hufmüller könne als Innenverteidiger und Sechser, aber sogar auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden. „So sind wir durch ihn ebenfalls deutlich variabler als vorher.“

Die Neuzugänge können Stahl sofort weiterhelfen, die Abgänge zu kompensieren und auf ihren Positionen 1:1 zu ersetzen, sind sich die Verantwortlichen sicher. (mz)