Einbrüche in Harzgerode

Einbrüche in Harzgerode: Bürgermeister fordert harte Strafen für Wiederholungstäter

Harzgerode - Die Stadt Harzgerode ist erneut Opfer eines Einbruchs geworden. Nachdem über Himmelfahrt ins Rathaus eingebrochen und hoher Sachschaden angerichtet worden war (die MZ berichtete), war nun offenbar das Freibad Ziel eines Einbruchs. Das berichtete Bürgermeister Marcus Weise (CDU) bei der jüngsten Stadtratsitzung. Dabei sei ähnlich vorgegangen worden, wie im Rathaus, wo gezielt mehrere Räume durchsucht worden ...

Von Sabine Herforth 20.06.2017, 07:45
Marcus Weise (CDU) ist Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Harzgerode.
Marcus Weise (CDU) ist Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Harzgerode. Urheber: Chris Wohlfeld

Die Stadt Harzgerode ist erneut Opfer eines Einbruchs geworden. Nachdem über Himmelfahrt ins Rathaus eingebrochen und hoher Sachschaden angerichtet worden war (die MZ berichtete), war nun offenbar das Freibad Ziel eines Einbruchs. Das berichtete Bürgermeister Marcus Weise (CDU) bei der jüngsten Stadtratsitzung. Dabei sei ähnlich vorgegangen worden, wie im Rathaus, wo gezielt mehrere Räume durchsucht worden waren.

„Wir sind nicht mehr vernünftig geschützt“

„Wir sind nicht mehr vernünftig geschützt“, schlussfolgerte Weise. Problematisch sei aus seiner Sicht auch der Umgang mit den Tätern. Im Falle des Rathauseinbruchs konnten nach einer Woche zwei Täter von der Polizei ermittelt werden und ein Teil des Diebesgutes zurückgegeben werden. Dem Bürgermeister reicht das nicht, zumal die Stadt auf dem Sachschaden sitzen bleibt. Er fordert härtere Strafen für die mitunter Wiederholungstäter. „Wenn die Justiz das Strafmaß nicht ausnutzt, sind wir hier Freiwild“, kritisierte er in der Sitzung.

„Kommt denn niemand von Ihnen auf die Idee eine Bürgerwehr aufzustellen?“, fragte Heinz Fessel in der nachfolgenden Einwohnerfragestunde, stieß mit seinem Vorschlag aber auf Ablehnung. „Ich sehe dazu keine Veranlassung“, entgegnete Weise und fügte an, dass die Stadt mittlerweile einen Sicherheitsdienst beauftragt habe.

Er kündigte zudem an, Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht anzuschreiben, „weil ich mit der Situation so nicht einverstanden bin“.

(mz)