Großprojekt in Zörbig

Großprojekt in Zörbig: Der Sportplatz soll noch dieses Jahr angehoben werden

Zörbig - In diesem Jahr soll das größte Zörbiger Projekt seit Jahren beginnen: die Anhebung des Sportplatzes. „Wir haben den Bauantrag abgegeben und warten auf die Baugenehmigung“, sagt Bürgermeister Rolf Sonnenberger (Bürger für Zörbig-Wählerliste Sport). Als nächstes käme die Ausschreibung.

Von Stefan Schröter 12.01.2017, 13:29

In diesem Jahr soll das größte Zörbiger Projekt seit Jahren beginnen: die Anhebung des Sportplatzes. „Wir haben den Bauantrag abgegeben und warten auf die Baugenehmigung“, sagt Bürgermeister Rolf Sonnenberger (Bürger für Zörbig-Wählerliste Sport). Als nächstes käme die Ausschreibung.

Die Projekt-Dimension ist für Zörbiger Verhältnisse gewaltig. Die im Jahr 2013 überspülte Schulsportanlage am Strengbach soll samt Rasenplatz um 80 Zentimeter angehoben werden. Kunstrasen ist laut Sonnenberger angedacht. „Der ist belastbarer.“

Für das Vorhaben muss aber der Erdboden ausgetauscht werden. „Da befindet sich viel Schlamm drin, der jetzige Boden ist nicht tragfähig.“ Künftig soll dann Kies den Untergrund stabilisieren.

Gezielte Einsparungen dämpfen die Kosten

Aber all das kostet viel Geld. Zwischendurch explodierten die Kosten von einer Million auf weit über zwei Millionen Euro. Davon ist im Rathaus derzeit offiziell keine Rede mehr: „Wir sind wieder unter den zwei Millionen“, verkündet der Bürgermeister. Denn durch Gutachten sei deutlich geworden, dass bestimmte Maßnahmen doch ausgespart werden können.

Dazu zählt laut Sonnenberger beispielsweise ein Hochwasserschutz für die angrenzenden Krautgärten. „Die Sportplatz-Anhebung hat keinen Einfluss auf die Krautgärten.“ Denn sobald in den nächsten Jahren die Stumsdorfer Straße saniert wird, werde unter der Fahrbahn der dortige Durchlass für den Strengbach vergrößert. „Daher müssen die Ausgleichsmaßnahmen nicht mehr umgesetzt werden.“

Eigenanteil der Zörbiger Stadtverwaltung noch unklar

Das Sportplatz-Projekt bleibt aber auch so gigantisch. Mit im Boot sitzen die Landesanstalt für Altlastenfreistellung, der Landesbetrieb für Hochwasserschutz, die Investitionsbank und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld, der für den Schulsport zuständig ist. Die Behörde finanziert die Sportplatz-Anhebung auch mit.

Hinzu kommen hunderttausende Euro an Fluthilfe-Geldern. Am Ende bleibt ein Eigenanteil für die Zörbiger Stadtverwaltung übrig. Spannend wird dessen endgültige Höhe. Anfangs war von 100.000 Euro die Rede. Dann standen 900.000 Euro im Raum.

Wo sich der Wert am Ende eingepegelt, dürfte das Ausschreibungsergebnis zeigen.

Stadtrat Egert: „Notwendig ist die Maßnahme auf jeden Fall“

Es fehlen also noch abschließende Zahlen für die Baukosten. Auch die Stadträte kennen laut eigenem Bekunden keine aktuelle Kosten-Übersicht. „Notwendig ist die Maßnahme auf jeden Fall“, sagt Matthias Egert, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Das sieht der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählergemeinschaft, der größten Fraktion im Zörbiger Stadtrat, genauso.

Beide Räte denken vor allem an die derzeit nicht nutzbare Schulsportanlage. Auch Jutta Mädchen (Fraktion Die Linke/FDP) sagt: „Das spielt eine große Rolle.“ Immer wieder mahnen Stadträte aber an, dass die Kosten so weit wie möglich gering gehalten werden sollten. (mz)