Land gibt 40 Millionen frei

Land gibt 40 Millionen frei: Kitas und Schulen im Land werden saniert

Magdeburg - In Sachsen-Anhalt können demnächst weitere 17 Kindertagesstätten und zwölf Schulen sowie eine Sporthalle saniert werden. Die Landesregierung gab dafür am Dienstag 43,7 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Stark?III“ frei. Das Programm läuft seit Mai 2012, bislang wurde damit 100 Schulen und Kita so saniert, dass sie nun deutlich weniger Strom- und Wärmeenergie verbrauchen. Bislang flossen dafür 154 Millionen Euro aus ...

Von Hendrik Kranert-Rydzy 19.01.2016, 21:29

In Sachsen-Anhalt können demnächst weitere 17 Kindertagesstätten und zwölf Schulen sowie eine Sporthalle saniert werden. Die Landesregierung gab dafür am Dienstag 43,7 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Stark?III“ frei. Das Programm läuft seit Mai 2012, bislang wurde damit 100 Schulen und Kita so saniert, dass sie nun deutlich weniger Strom- und Wärmeenergie verbrauchen. Bislang flossen dafür 154 Millionen Euro aus EU-Töpfen.

Finanzstaatssekretär Jörg Felgner (SPD) sagte, dass für die neue, im vergangenen Herbst angelaufene Förderperiode insgesamt 83 Anträge vorgelegen hätten, von denen zunächst 30 bewilligt wurden. Für die einzelnen Projekte stehen jeweils 75 Prozent der Gesamtsumme von maximal drei Millionen Euro zur Verfügung, gut ein Viertel der Kosten müssen die Träger selber übernehmen.

„Das Erfolgsprogramm ,Stark?III’ geht damit in die nächste Runde“, so Felgner. Im Herbst dieses Jahres soll es eine weitere Runde mit erneut 43 Millionen Euro geben. In den Genuss einer Förderung kommen zunächst nur Projekte auf dem Land in Gemeinden mit weniger als 10?000 Einwohnern. Im Gegensatz zur ersten Förderperiode habe man dieses mal nicht auf eine regional ausgewogenen Verteilung der Projekte geachtet, sondern ausschließlich auf den Umfang der energetischen Sanierung, sagte Felgner. Neben der Sanierung von Kitas und Schulen sind aber auch Ersatzbauten möglich.

Für die Städte im Land soll das Programm unter dem Namen „Stark?III plus“ fortgesetzt werden - mit einem Volumen von 240 Millionen Euro. Neben Schulen und Kitas sollen damit auch Sportstätten und Gebäude an Hochschulen saniert werden können.

„Die Landesregierung steht zu ihrer Zusage, dass bis 2020 alle bestandsfähigen Schulen und Kitas im Land saniert werden können“, so Felgner. Die SPD war 2011 mit dem umstrittenen Wahlkampfslogan „Wir streichen nicht eine einzige Schule. Sondern alle.“ angetreten. Die Hoffnung gerade auf dem Land, dass damit auch kleine Dorfschulen gerettet würden, erfüllte sich jedoch nicht. Bedingung des Förderprogramms ist, dass nur jene Schulen und Kindergärten Geld für eine Sanierung erhalten, deren Träger einen Bestand von 15 Jahren und eine bestimmte Mindestschülerzahl nach Ablauf dieser Zeit garantieren können.

Die Projekte im Süden des Landes:

Salzlandkreis: Sanierung und Umbau Kita „Fuhnestrolche“ Baalberge und Kita „Pusteblume“ Neundorf; Umbau und Sanierung Grundschule Güsten.

Burgenlandkreis: Ersatzneubau Kita „Sonnenschein“ Großkorbetha.

Landkreis Wittenberg: Ersatzneubau Kita „Kinder-Club“in Linda; Sanierung Sekundarschule Jessen-Nord; Sanierung Grundschule „Johannes Gutenberg“ Gräfenhainichen.

Mansfeld-Südharz: Sanierung und Erweiterung Kita „Kinderland am Friedrichsberg“ Wimmelburg.

Anhalt-Bitterfeld: Sanierung Diesterweg-Sekundarschule (Altbau mit Turnhalle) in Roitzsch und Sekundarschule Muldenstein.

Saalekreis:Sanierung und Erweiterung Grundschule „Geschwister Scholl“ Mücheln. (mz)