Kriminalität Kriminalität: Entwarnung in der Altmark
Stendal/MZ. - Als am Montag vergangener Woche an der vielbefahrenen Bundesstraße 188 und nur einenTag später im vier Kilometer entfernten Miesterfeldgefährliche Sprengsätze der "Marke Eigenbau"auftauchten, waren die Ermittler sofort zueiner Spezialklinik in Hannover aufgebrochen.Dort lag seit 12. Januar ein 21-Jähriger,der sich beim Hantieren mit Sprengstoff inseiner Oebisfelder Wohnung die linke Handabgerissen hatte.
Die Spur war richtig, auch wenn der Schwerverletztedie fraglichen Bomben nur gebaut hatte. Deponiertworden waren die Höllenmaschinen von zweiFreunden, wie der Patient der Kripo schließlichberichtete. Was die beiden 22-Jährigen, dieder Bastler noch aus seiner Wolfsburger Zeitkannte, dazu gebracht hat, die hochexplosivenBomben an Leitplanken und Verkehrsschildernzu deponieren? Dazu schweigen die Ermittlerbislang.
Klar ist nach der ersten Vernehmung der Bombenlegernur, dass die Sprengsätze bereits im Dezembergebaut übergeben worden waren. Ein Sprengkörpersei mit Hilfe einer umgebauten Einwegspritzegebastelt worden, der zweite mit Hilfe einesKunststoffbeutels, so eine Sprecherin derzuständigen Staatsanwaltschaft in Stendal.Vor weiteren Funden müsse keine Furcht bestehen.Die Ermittlungen hätten sicher ergeben, dassnur zwei Bomben gebaut und angebracht wordenseien.