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Kirche Mitteldeutschland Kirche Mitteldeutschland: Bischof Feige kritisiert Aus für Junkermann

27.11.2017, 10:51
Die evangelische Bischöfin Ilse Junkermann (r.), hier mit dem katholischen Bischof des Bistums Magdeburg, Gerhard Feige (l.), wird 2019 nach zehn Jahren an der Spitze aus dem Amt scheiden.
Die evangelische Bischöfin Ilse Junkermann (r.), hier mit dem katholischen Bischof des Bistums Magdeburg, Gerhard Feige (l.), wird 2019 nach zehn Jahren an der Spitze aus dem Amt scheiden. dpa/Archiv

Halle (Saale) - Der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige hat das Aus für seine evangelische Kollegin Ilse Junkermann kritisiert. Der Katholik wählt für sein Unverständnis sehr diplomatische Formulierungen: Dass die Synode der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM) nicht den Antrag auf Amtsverlängerung der Bischöfin gestellt hat, habe ihn „irritiert und innerlich sehr berührt“, so Feige.

Er kenne aber die genauen Hintergründe nicht und wolle sich auch nicht in die inneren Angelegenheiten der EKM einmischen. Nach MZ-Informationen ist in den entscheidenden Gremien der EKM eine Stimmung gegen Junkermann entstanden, weil die Mehrheit lieber einen ostdeutschen Mann anstelle der Frau aus Baden-Württemberg an der Kirchenspitze sehen würde. Junkermanns Amtszeit endet nun im August 2019.

Feige hingegen betont eine „ökumenische Verbundenheit“ zu Junkermann und dass die „Chemie“ zwischen den beiden Kirchenoberen „ganz gut stimme“. (mz)