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Eintritt, Eröffnung: Was Sie über die 8. Museumsnacht in Halle und Leipzig wissen müssen

Halle (Saale) - Eine Nacht voller Magie verspricht die 8. gemeinsame Museumsnacht in Halle und Leipzig. Am Sonnabend (22.April) zwischen 18 und 24 Uhr empfangen rund 80 Museen und Sammlungen unter dem Motto „Zauber“ die Besucher auf gleichsam magische Weise.

Von Kornelia Noack 22.04.2016, 15:39

Eine Nacht voller Magie verspricht die 8. gemeinsame Museumsnacht in Halle und Leipzig.

Am Sonnabend (23 .April) zwischen 18 und 24 Uhr empfangen rund 80 Museen und Sammlungen unter dem Motto „Zauber“ die Besucher auf gleichsam magische Weise. 

Der nächtliche Kulturbummel bietet in beiden Städten faszinierende Einblicke in Ausstellungen und lädt  ein, Phänomene der Kunst, Natur und Technik zu entdecken und darüber zu staunen.

Die Eröffnung findet um 17.30 Uhr auf dem Markt in Leipzig statt.

Nachtschwärmer können aus mehreren hundert Veranstaltungen wählen. Und da die Veranstalter erneut viel Wert auf Familienfreundlichkeit legen, gibt’s zahlreiche Angebote auch für jüngere Besucher.  

In Halle öffnen insgesamt 26 Einrichtungen ihre Türen - von A wie Ammendorfer Feuerwehr-Museum bis W wie Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus. Mit dabei sind  freilich die bekannteren Einrichtungen der Stadt.

So gibt’s im Landesmuseum für Vorgeschichte (Richard-Wagner-Straße 9) halbstündige Führungen zu archäologischen Höhepunkten aus Mitteldeutschland, in der Moritzburg sind originale Van Goghs und Cézannes zu sehen, die Halloren laden in der Saline (Mansfelder Straße) zum Schausieden ein und im Löwengebäude der Uni erzählt eine Schau von der 500-jährigen Geschichte der Einrichtung.

Und wer die Aussicht auf Halle bei Nacht genießen möchte, kann die Hausmannstürme direkt am Marktplatz erklimmen. 

Das kostet der Eintritt

Der Eintritt zur Museumsnacht beträgt pro Person zehn Euro, ermäßigt acht Euro, für Inhaber des Halle-Passes, Leipzig-Passes und des Familien-Passes Sachsen-Anhalt fünf Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Eintritt.

Nähere Infos zu den Fahrplänen und das komplette Programm: www.museumsnacht-halle-leipzig.de

Ticket gilt als Fahrschein

Karten gibt es im Vorverkauf nahezu bei allen teilnehmenden Einrichtungen. Am Samstagabend bekommen Besucher ihre Tickets in allen beteiligten Museen und Sammlungen und an den Hauptbahnhöfen Halle (am Gleis 1 von 16 bis 22 Uhr) und Leipzig (Zugang S-Bahn) sowie an den Infoständen auf dem Markt in Leipzig und Halle.

Zusätzlich hat der Kiosk der Leipziger Verkehrsbetriebe am Hauptbahnhof bis 18 Uhr geöffnet. Die Eintrittskarten gelten von Sonnabend 16 Uhr bis Sonntagmorgen 3 Uhr als Fahrkarten in allen Verkehrsmitteln des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) in Leipzig und Halle in den Zonen 110 (Leipzig), 162, 163, 225 und 210 (Halle).

Fünf weitere Höhepunkte in Halle:

 

 Beatles-Museum: Wie viel Prozent „Beatles“ bist Du? Unter diesem Motto können Besucher beim Konsolenspiel „The  Beatles Rockband“ die Songs der legendären „Fab Four“ aus Liverpool spielen, singen und trommeln. Dazu gibt’s  Raritäten, Kurioses und Bekanntes aus den 70er Jahren bis heute rund um die Band. Außerdem werden in der Museumsnacht  die Ende   2015 veröffentlichten  rund 30 Videofilme der Musiker zu sehen sein.  Im Café gibt’s den Beatles-Durchhalte-Kaffee. Das Museum ist im Zentrum   am Alten Markt 12 zu finden.

Wassertürme:  Die halleschen Wassertürme sind Blickfang und Wahrzeichen der Stadt zugleich. Am Sonnabend können   Besucher beide Türme erklimmen und einen einmaligen Blick auf Halle bei Nacht erhaschen.  Der Wasserturm Nord steht am Roßplatz. Er wurde  1898 gebaut und  diente mit einem Volumen von 1200 Kubikmetern bis Mitte der  1960er Jahre der Trinkwasserversorgung der umliegenden Gebäude.  Der Wasserturm Süd steht am Lutherplatz und ist bis heute in Betrieb.  

Marienbibliothek: Ein wahrer Schatz findet sich etwas versteckt mitten im Stadtzentrum: die Marienbibliothek, direkt gegenüber der Marktkirche. Zum einen ist die Büchersammlung selbst, im Jahr  1552 gegründet, eine der ältesten evangelischen Kirchenbibliotheken in  Deutschland. Zum anderen gelten ihre Bestände als „Wissensspeicher der Reformation“. Am Sonnabend werden ab 18 Uhr halbstündlich  Führungen durch die beeindruckenden Magazine mit  den rund 36 000 Bänden, vorwiegend aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, angeboten.

Franckesche Stiftungen: Baden in Licht und Klang können Nachtschwärmer  im Freylinghausensaal der Franckeschen Stiftungen.  Fotografien   von Andreas Herzau zum Thema „#francke“ werden als überdimensionale Slideshow, unterlegt mit Technomusik, den Saal ab 20 Uhr zauberhaft illuminieren.    Im Dachgeschoss des historischen Waisenhauses der Schulstadt  gibt es ab 18 Uhr stündlich Kurzführungen durch die einzige vollständig erhaltene Kuriositätenkammer Europas mit Naturalien und Artefakten aus aller Welt. Und faszinierende Einblicke in die   Bücherwelt des 18. Jahrhunderts erwartet Besucher bei Kurzführungen durch die Historische Bibliothek - ab 18.30 Uhr stündlich.  Der Eingang zu dem Gebäude-Ensemble ist am Franckeplatz 1.

Deutsche Bahn Museum: Dank der Sammlung historischer Dampf-, Diesel- und E-Lokomotiven können Besucher hier in ihrem Kopfkino noch einmal die gute, alte Eisenbahnzeit entstehen lassen. Das Deutsche Bahn Museum befindet sich im 1895 gebauten Lokschuppen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Halle P. Es beheimatet auch eine Ausstellung zum Eisenbahnversuchswesen. Das Museum ist nur über den S-Bahnsteig 2, Station Steintorbrücke, erreichbar; Adresse: Volkmannstraße 39. Die Herzen von Bahnfans dürften  auch im Historischen Straßenbahndepot höher schlagen. Dort sind sie   zu einem Streifzug durch die Geschichte der halleschen Straßen- und Merseburger Überlandbahn eingeladen. Neben der Besichtigung der Sammlung historischer Fahrzeuge gibt es  ab 19 Uhr Rundfahrten mit der historischen Straßenbahn. Das Museum befindet sich in der Seebener Straße 191.