Auf in die Zukunft

Was die Jahrgangsbesten jetzt mit ihrem Abi machen wollen

Im Christophorusgymnasium Droyssig erhielten die Schüler ihr Abitur. MZ fragte die Besten, was sie jetzt machen wollen.

Von Yvette Meinhardt
Moritz Liedtke, Martha Fiedelak und Maximilian  Busch (von links) haben in Droyßig ihr Abitur mit 1,0 gemacht.
Moritz Liedtke, Martha Fiedelak und Maximilian Busch (von links) haben in Droyßig ihr Abitur mit 1,0 gemacht. (Foto: René Weimer

Droyssig/MZ - 59 Schüler des CJD Christophorusgymnasiums haben ihr Abitur in der Tasche. 23 Schüler haben eine Eins vor dem Komma und sechs Schüler haben mit 1,0 abgeschlossen. Die Schüler sind sich einig, sie werden die Schule, ihre Lehrer, das historische Gebäude und den Park vermissen. Wie geht es für sie weiter? MZ fragte drei der besten sechs Abiturienten.

Maximilian Busch, Naumburg

Ich beginne im September ein freiwilliges soziales Jahr im Krankenhaus in Naumburg. Danach möchte ich gerne Medizin studieren. Doch bis dahin mache ich erst einmal Urlaub und möchte in den Ferien entspannen. Ostsee, Müritz und Österreich stehen auf meinem Plan, denn mein Hobby ist das Reisen. Unsere Lehrer haben uns sehr gut auf das Abitur vorbereitet, Aufgabenstellungen und Methodik waren ähnlich wie in den späteren Prüfungen. Am Ende war mein Englisch-Abitur sogar besser als meine Vornote.

Martha Fiedelak, Naumburg

Ich möchte semitische Sprachen studieren, am liebsten in Heidelberg oder Marburg. Dazu gehören Arabisch und Hebräisch. Vielleicht arbeite ich mal als Übersetzer oder ich würde als Nebenfach noch Politik studieren. Ich bin gerade 16 Jahre alt, kam bereits im Alter von sechs Jahren in die Schule, übersprang die dritte Klasse und kam mit acht Jahren an das Droyßiger Gymnasium. Am Anfang fiel es mir schwer, an die anderen bereits zehnjährigen Mitschüler Anschluss zu finden. Im Abitur habe ich in fast allen Fächern 15 Punkte erreicht, nur in Mathe stehen 13 von 15 möglichen Punkten. Nach den schriftlichen Prüfungen hatte ich ein diffuses Gefühl und meine Zweifel. Am Ende erhielt ich zur Abiturfeier den Fürst Otto Victor Preis, weitere Urkunden und Gutscheine. Ansonsten habe ich viele Jahre Geige gelernt, singe im Chor der Domkantorei Naumburg und engagiere mich in der Bewegung Fridays for Future.

Moritz Liedtke, Gera

Ich kam erst in der 8. Klasse nach Droyßig, vorher im Gymnasium in Gera lief es nicht so gut. Hier gibt es ein ganz besonderes soziales Umfeld. Ich liebe Ordnung und Disziplin und studiere Medizin bei der Bundeswehr, denn die Bundeswehr sehe ich als attraktiven Arbeitgeber. Ich war im Dezember drei Tage zu einem Auswahlverfahren, dort habe ich gut abgeschnitten und lag zu diesem Zeitpunkt bundesweit auf dem zweiten Platz. Meine Grundausbildung beginne ich in Ulm, studieren würde ich gern in Jena. Auch ich wurde schon ein Jahr früher eingeschult, habe 13 Jahre lang Geige und fünf Jahre Klavier gespielt. Ab und zu singe ich gern. Daneben ist Sport mein Hobby, so war ich viele Jahre in Gera aktiv schwimmen und nutze zu Hause Fitnessgeräte.

Alle drei sind sich einig: In ein paar Jahren wollen sie zum Tag der offenen Tür in Droyßig vorbeischauen. „Ich möchte gerne wissen, ob meine Nachhilfe den Jüngeren etwas gebracht hat“, sagt Moritz. Und was würden sie ändern? Da sind sie sich einig: Das Handy-Verbot ist in der Oberstufe sinnlos.