Bildung im Burgenlandkreis

Warum der Schulstandort Plotha weiter in der Diskussion ist

Von Andreas Richter 12.10.2021, 09:30
Zieht im historischen Rittergut wieder eine Schule ein?
Zieht im historischen Rittergut wieder eine Schule ein? (Foto: Lisker)

Teuchern/MZ - Der Burgenlandkreis bewertet die Pläne für die Eröffnung einer Grundschule auf dem Gebiet der Stadt Teuchern grundsätzlich als „ein positives Signal“. Der positive Trend bei den Einwohnerzahlen der Stadt verdeutliche, dass sich der Burgenlandkreis trotz Kohleausstiegs zu einem attraktiven Wohnstandort besonders für junge Familien entwickelt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Landkreis weist zugleich Vorwürfe des Teucherner Bürgermeisters Marcel Schneider zurück, dass die Wiedereröffnung einer Grundschule im ehemaligen Rittergut in Plotha verhindert werden soll. Schneider hatte unter anderem kritisiert, dass eine Beschlussvorlage für den Bildungsausschuss des Kreistages „weder neutral formuliert noch inhaltlich und sachlich korrekt“ gewesen sei. Der Landkreis verweist darauf, dass es sich um einen ersten Entwurf der neuen Schulentwicklungsplanung handele.

„Gefährdung“ der Schulstandorte"?

Bestandteil dieses Planentwurfs sei auch die Neugründung einer zweiten Grundschule in Teuchern. Ein solcher Schritt hätte jedoch auch Auswirkungen auf benachbarte Schulen in Weißenfels und in der Verbandsgemeinde Wethautal. Es sei Aufgabe des Landkreises bei der Erarbeitung der Schulentwicklungsplanung alle Gesichtspunkte für eine ausgewogene Schullandschaft zu beschreiben. Dazu gehöre auch, die Einflüsse einer neuen Schule auf bereits bestehende Schulstandorte zu benennen.

Im Planentwurf wird laut Landkreis darauf verwiesen, dass es im Falle der Gründung einer zweiten Grundschule in Teuchern zu einer „Negativentwicklung“ im Schulbezirk der Grundschulen im Wethautal kommen könne. Von einer „Gefährdung“ der Schulstandorte - wie von Bürgermeister Schneider behauptet - sei nicht die Rede. Während die Auswirkungen auf die Schülerzahlen in der Grundschule Leißling genau beziffert werden können, seien die Folgen für die Grundschulen der Verbandsgemeinde Wethautal nicht genau planbar. Das hänge damit zusammen, dass Eltern in der Verbandsgemeinde Wethautal einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung zur Beschulung in Plotha stellen müssen.