„Sommerbad Lützen 1936“

Warum dem Freibadverein in Lützen die Auflösung droht

Von Franz Ruch 16.09.2021, 11:01 • Aktualisiert: 16.09.2021, 12:21
Heiko Reick ist Bademeister im Sommerbad Lützen - Symbolbild
Heiko Reick ist Bademeister im Sommerbad Lützen - Symbolbild (Foto: Franz Ruch)

Lützen/MZ - Der Verein „Sommerbad Lützen 1936“ droht in der Versenkung zu verschwinden: Bei der Mitgliederversammlung am Montag konnte aus Mangel an Interessenten kein neuer Vorstand gewählt werden. Ferner würden auch immer mehr Mitglieder den Verein verlassen. „Die Resonanz ist immer geringer geworden. Es fehlt der Wille, aktiv mitzumachen“, so Vorstandsvorsitzender Heiko Färber gegenüber der MZ.

Der alte Vorstand bleibt nun vorerst im Amt. In der ersten Hälfte des kommenden Jahres werde sich zeigen, ob sich genügend engagierte Freiwillige für die Weiterführung der Vereinsarbeit finden. Ansonsten werde sich „Sommerbad Lützen 1936“ auflösen, so Färber weiter.

Hintergrund für das scheidende Interesse der aktuell noch etwa 40 Mitglieder dürfte der eigentliche Gründungszweck des Vereins sein. 2017 habe man sich zusammengeschlossen, um für die Sanierung des Lützener Sommerbads zu kämpfen. „Dieser Meilenstein wurde 2020 erreicht“, sagt Färber. Einige Mitglieder hätten daraufhin das Interesse verloren, sich für weitere Belange des Freibads einzusetzen.

„Ideen gibt es ganz viele, aber im Moment setzt sie leider keiner um“

Für die Zukunft wünscht sich der Vorsitzende, den Fokus der Vereinsarbeit auf die Kinder- und Jugendförderung zu legen, etwa durch angebotene Schwimmkurse. Auch Sportkurse für Erwachsene, wie etwa Aquagymnastik oder eine Wasserballmannschaft, seien perspektivisch vorstellbar. „Ideen gibt es ganz viele, aber im Moment setzt sie leider keiner um“, so Färber. Diese Ernüchterung sei auch der Grund, warum er sein Amt als Vorsitzender, welches er seit Vereinsgründung innehat, nun abgeben will.

Zuletzt sammelte der Lützener Freibadverein Geld für neue Volleyballnetze im Sommerbad. Im August habe man ferner beschlossen, der Stadt 3.000 Euro für einen Ersatz des baufällig gewordenen „Spielschiffes“ zu spenden.