Ärger über Wildwuchs

Wann wird endlich das Gras am Rehmsdorf Sommerbad geschnitten?

Anwohner setzen sich für Kleinod in Rehmsdorf ein, doch der Ortschaftsrat sieht auch die Gemeinde in der Pflicht. Welche Forderungen es gibt.

Von Yvette Meinhardt
Auf den Wiesen des ehemaligen Naturbades Rehmsdorf steht der Wildwuchs  meterhoch. Vereinzelt blühen  wilde  Margeriten dazwischen.
Auf den Wiesen des ehemaligen Naturbades Rehmsdorf steht der Wildwuchs meterhoch. Vereinzelt blühen wilde Margeriten dazwischen. FoTo: Y. Meinhardt

Rehmsdorf/MZ - Die Rehmsdorfer kümmern sich längst wieder um ihr ehemaliges Sommerbad. Im Winter wurden im großen Stilzahlreiche morsche Bäume gefällt und beräumt und danach folgten immer wieder Arbeitseinsätze. „Es gibt Menschen, die gerade einen kleinen Weg vom Parkplatz zum Wasser frei gemäht haben, doch wann wird der Grünschnitt von der Gemeinde wenigstens mal abgeholt?“, fragt Reiner Mähler in der Sitzung des Ortschaftsrates in dieser Woche. Er und seine Frau Gerlinde wohnen nicht nur in der Siedlung am Bad, sondern gehören zu jenen Aktiven, die schon mehrfach bei verschiedenen Arbeitseinsätzen mitgemacht haben. Jetzt weisen sie im Ortschaftsrat noch einmal auf die Lage des Geländes hin.

Ärger über Wildwuchs: Anwohner fordern Grünschnitt am Rehmdorfer Sommerbad

Ortschaftsrätin Iris Findeis (parteilos) stimmt den Anwohner sofort zu. „Es sieht schlimm aus im Bad. Auf der Wiese steht meterhoch das Gras, an manchen Stellen entlang des Ufers wuchert schon wieder alles zu“, beschreibt Iris Findeis die Situation. Erst beim letzten Einsatz vor zwei Wochen wurde Laub und Schmodder aus dem Waser gefischt und rund um den See das Ufer aufgeräumt. „Unsere Anwohner haben wirklich schon viel geschafft, doch auch die Gemeinde ist in der Pflicht sich hier einzubringen, sonst wird es uns immer schwerer fallen, die Anwohner weiter für Arbeitseinsätze zu motivieren“, sagt die Ortschaftsrätin.

Darüber herrscht grundsätzlich Einigkeit in der Sitzung. „Bürgermeister Buchheim hatte eingeräumt, dass die Gemeindearbeiter überlaset sind. So hat er angeboten, dass wir uns für unsere Arbeitseinsätze Technik ausleihen können und diese den freiwilligen Helfern zur Verfügung stellen können“, sagte Ortsbürgermeister Thomas Heilmann (CDU). Doch es bleiben Fragen offen: Wann kann man die Technik abholen, wenn am Samstag gearbeitet wird? Wer wird zur Verantwortung gezogen, wenn etwas kaputt geht? Wer kauft das Benzin für die Motorsense?

Forderungen für das Sommerbad: Papierkörbe aufstellen und Rückbau der verbliebenen Zaunreste

So wird nach weiteren Lösungen gesucht und in der Sitzung diskutiert. Vielleicht könnten ortsansässige Bauern helfen. Die Schafe eines Landwirtes grasen inzwischen schon auf einem Teil des Geländes auf der Wiese. Eine andere Idee wäre, dass man sich als Ortschaftsrat Rehmsdorf eigene Technik zur Grünpflege anschaffe. Diese könne man dann im ehemaligen Bad und vielleicht ebenso auf dem Sportplatz in Rehmsdorf einsetzen. Auch habe der Ortschaftsrat noch immer eine Liste mit Forderungen an die Gemeinde, dazu gehört zum Beispiel der weitere Rückbau der verbliebenen Zaunreste.

Mehrfach trafen sich Einwohner zum Arbeieinsatz.
Mehrfach trafen sich Einwohner zum Arbeieinsatz.
Foto: Iris Findeis

„Wir brauchen dringend Papierkörbe am See und auch eine Bank wäre schön“, sagt Gerlinde Mähler. Sonst dürfe man sich nicht wundern, wenn überall Müll liege. Die Ortschaftsräte stimmen der Idee grundsätzlich zu. Aber auch diese Forderung sei der Gemeinde Elsteraue bereits weitergeleitet wurden. „Das sind alles gute Ideen. Aber wir wollen und können aus finanzieller Sicht nicht zu weit vorpreschen, denn wir haben einen Antrag auf Fördermittel gestellt, der genau diese Dinge berücksichtigt“, sagt Christian Giegold (CDU).

Zum Plan gehören beispielsweise der Bau von sanitären Anlagen und Wegen, aber auch Bänke und Papapierkörbe. Diesen Fördermittelantrag hat der Gemeinderat der Elsteraue unterstützt. „Wie ist der aktuelle Bearbeitungsstand unseres Antrags“, fragt Giegold in Richtung Ortsbürgermeister. „Ich habe keine Informationen, ob er abgelehnt oder befürwortet ist“, antwortet Heilmann.