UHC Weißenfels

UHC Weißenfels: Männer holen in Döbeln den Pokalsieg

Döbeln/Weissenfels - Der erste Weg nach der Siegerehrung führte direkt auf die Tribüne. Dort warteten die Fans; Familien, Freunde und Anhänger des UHC Weißenfels. Interviews und Duschen, das musste warten. Der Dank an die Unterstützer in der Döbelner Stadtsporthalle und das gemeinsame Feiern des ersten Titels der Saison 2015/16 hatten Vorrang. Erst nach unzähligen Umarmungen, Glückwünschen und Fotos mit den Pokalhelden ging es in die ...

Von Stefan Thomé 17.05.2016, 17:36

Der erste Weg nach der Siegerehrung führte direkt auf die Tribüne. Dort warteten die Fans; Familien, Freunde und Anhänger des UHC Weißenfels. Interviews und Duschen, das musste warten. Der Dank an die Unterstützer in der Döbelner Stadtsporthalle und das gemeinsame Feiern des ersten Titels der Saison 2015/16 hatten Vorrang. Erst nach unzähligen Umarmungen, Glückwünschen und Fotos mit den Pokalhelden ging es in die Kabine.

Dritter Titel in Folge

Die Floorball-Männer aus der Saalestadt sind Deutschland-Pokalsieger. Zum dritten Mal in Folge. Im Endspiel des Final-4-Turnieres schlug Weißenfels am Pfingstmontag die Red Hocks aus dem bayerischen Kaufering vor mehr als 500 Zuschauern mit 9:5. Es ist der siebte Cupgewinn seit Einführung des Wettbewerbes vor neun Jahren für den UHC. Nur zweimal ging die Trophäe bisher an einen anderen Verein. Doch eine ausgelassene Siegesfeier gibt es erstmal nicht. „Wir bestreiten ab dem kommenden Wochenende die Playoff-Finals um die deutsche Meisterschaft“, sagt Kapitän Tim Böttcher. Auch dieser Titel soll in Weißenfels bleiben. „Unser Ziel ist das Double“, so Böttcher. Schlagen kann sich der UHC dabei wohl nur selbst. Durch Nachlässigkeiten, wie zum Auftakt des Pokal-Halbfinales am Samstag gegen Gastgeber UHC Döbeln. Da gingen die Einheimischen aus der zweiten Liga nach fünf Minuten völlig überraschend in Führung. „Das war fatal, was wir uns da geleistet haben“, kritisierte Böttcher und attestierte sich und seinen Kollegen eine „schlechte Einstellung“ - obwohl diese Partie letztlich mit 12:3 gewonnen wurde.

"Wir wollten zu schön spielen“

Gegen Kaufering bescheinigte der Mannschaftssprecher seinem Team dann ein komplett anderes Auftreten, gab sich nach der gelungenen Pokalverteidigung gegen Kaufering aber erneut selbstkritisch. Böttcher: „Nach unserer 3:0-Führung aus dem ersten Drittel haben wir nicht konsequent genug unsere Linie durchgezogen. Wir wollten zu schön spielen.“ Tatsächlich gab es einige sehenswerte Kombinationen der Weißenfelser, allerdings ohne Torausbeute. Die Quittung folgte prompt. Mit einem Doppelschlag verkürzte Kaufering im zweiten Durchgang auf 2:4. Dank der guten Trefferquote des Finnen Anssi Soini, der im zweiten Drittel alle vier Weißenfelser Tore zum 7:2-Zwischenstand erzielte, konnten die UHC-Fans entspannt in die Pause gehen.

Doch Kaufering machte die Sache noch einmal spannend, kam mit drei Treffern in Folge auf 5:8 heran. „Das hat uns nicht kalt gelassen. Auch uns ist klar, wie schnell so ein knapper Vorsprung weg ist, selbst wenn nur noch zweieinhalb Minuten zu spielen sind“, so Böttcher. „Doch wir haben einen super Kader mit vielen erfahrenen Leuten.“

Und so ist Böttcher auch vor dem Meisterschaftsfinale gegen Lilienthal nicht bange: „Das Pokalfinale war jetzt erst das dritte Pflichtspiel der Saison, das wir mit weniger als zehn Toren beendete haben. Wenn wir unser volles Potenzial abrufen, dann kann uns keiner schlagen.“ (mz)