Tröglitz

Tröglitz: Warum die Instandsetzung der Flutbrücke erst im September beginnt

Elsteraue - Die Instandsetzung der kaputten Flutgrabenbrücke bei Tröglitz wird sich weiter verzögern. Nun wird ein möglicher Baustart für September diesen Jahres ins Auge gefasst. Damit ist der Zeitplan erneut ins Wanken geraten, denn zuletzt hieß es noch, dass ab  März diesen Jahres gebaut wird. Doch der ist lange verstrichen und an der Brücke ist noch nichts passiert. Dabei ist sie enorm wichtig für den Chemie- und Industriepark Zeitz, denn über die Eisenbahnbrücke wird Material angeliefert, das dort ansässige Unternehmen für ihre Produktion ...

Von Claudia Petasch

Die Instandsetzung der kaputten Flutgrabenbrücke bei Tröglitz wird sich weiter verzögern. Nun wird ein möglicher Baustart für September diesen Jahres ins Auge gefasst. Damit ist der Zeitplan erneut ins Wanken geraten, denn zuletzt hieß es noch, dass ab  März diesen Jahres gebaut wird. Doch der ist lange verstrichen und an der Brücke ist noch nichts passiert. Dabei ist sie enorm wichtig für den Chemie- und Industriepark Zeitz, denn über die Eisenbahnbrücke wird Material angeliefert, das dort ansässige Unternehmen für ihre Produktion benötigen.

Die Brücke wurde im Juni-Hochwasser 2013 zerstört. Seitdem ist der Chemie- und Industriepark Zeitz von seiner sehr wichtigen Eisenbahnverbindung aus Richtung Zeitz abgeschnitten. Die Lieferung von Stoffen für die produzierenden Betriebe erfolgt seitdem über einen Ausweich-Bahnstrecke aus Richtung Meuselwitz. Das ist aber nur ein Provisorium, denn zum einen war die Strecke bereits stillgelegt. Und zum anderen ist sie deutlich länger und verursacht enorme Mehrkosten.

Hochwasserhilfe zu 100 Prozent übernommen

Bei der Firma Radici zum Beispiel, die für die Produktion benötigtes Ammoniak über die Schiene bekommt, schlagen da mehrere zehntausend Euro im Jahr zu Buche. Kosten, die das Unternehmen selbst tragen muss.  

Deswegen sind Radici, die Standortgesellschaft Infra-Zeitz und der Burgenlandkreis an einer  Instandsetzung der Brücke interessiert. Nur ist das nicht ganz so einfach, denn die Strecke gehört der Deutschen Bahn. Betrieben wird sie aber von der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE). Und die ist für die Instandsetzung verantwortlich. Doch seit langem hat es den Anschein, als sei das Unternehmen damit überfordert oder lässt die Instandsetzung schleifen. Dabei werden die Kosten  im Rahmen der Hochwasserhilfe zu 100 Prozent übernommen.  

Druck in der Sache

Der Kreis bemüht sich im Sinne der Unternehmen nun schon seit Monaten darum, den Baustart anzuschieben. Immer wieder gibt es Beratungen und Landrat Götz Ulrich (CDU) ist bemüht, mit dem Wirtschaftsamt weiter auf alle Beteiligten Druck in der Sache ausüben, um die Sanierung voranzutreiben. Die jüngste Beratung gab es Anfang April. Laut Burgenlandkreis hat da die DRE dort angekündigt, einen sogenannten Antrag auf Planverzicht stellen zu wollen.

Das soll im Mai  geschehen. Damit würde das Vorhaben schneller vorangetrieben werden. Und somit könnte im Sommer die Bauleistung endlich ausgeschrieben werden. Der eigentliche Baubeginn soll dann im September sein und im Juni/Juli nächsten Jahres soll die Brücke fertig saniert sein. (mz)