Tag des offenen Gartens

Tag des offenen Gartens : Bummel durch Stauden, Bauerngarten, Kräuter- und Rosenbeete

Breitenbach - Familie Sparmann lädt die Gäste zu einem Bummel durch Stauden, Bauerngarten, Kräuter- und Rosenbeete ein. Was es zu entdecken gibt.

Von Yvette Meinhardt

Blühende Oasen wohin das Auge schaut - am Eingang locken knallgelber Ginster, wundervolle Spiegelblumen und duftender Salbei zahlreiche Wildbienen, Hummeln und Co an. Gleich daneben wetteifern Azalee und Rhododendren in prächtigen Farben von rosé bis dunklem weinrot als Blickfang für die Gäste.

Zum zweiten Mal öffnen Elisabeth und Joachim Sparmann ihr grünes Paradies und luden am Sonntag zum Tag des offenen Gartens ein. Ihr Garten in Breitenbach ist einer von 15 in der Region, die an dieser Aktion mitmachen. Zahlreiche Gäste nutzten das Angebot. Im vergangenen Jahr kamen etwa 150 interessierte Gartenfreunde nach Breitenbach, dieses Jahr waren es bis zum späten Nachmittag 76 Gäste. Die Eheleute sind zufrieden und haben manch nützlichen Tipp mitgegeben.

„Erst jetzt haben wir richtig Zeit alles zu pflegen“

„Unser Haus haben wir schon vor der Wende gebaut, danach etwa vor 20 Jahren Schritt für Schritt den Garten angelegt. Doch erst jetzt haben wir richtig Zeit alles zu pflegen“, erzählt Joachim Sparmann. Er ist der Mann vom Fach. Schon seine Eltern besaßen in Radebeul am Fuße des Schloss Wackerbarth eine eigene Gärtnerei.

Eine Erinnerung an seine alte Heimat leuchtet in bunten Farben auf der gelben Fassade des kleinen Gartenhauses. Hier möchte man gern länger verweilen. „Viele Ideen für unseren Garten habe ich durch meine jahrelange Arbeit gesammelt. Zuletzt war ich in der Schweiz tätig, da besitzt der Garten noch einmal einen viel höheren Stellenwert“, sagt Sparmann.

Seit zwei Jahren genießen die beiden den Ruhestand

Seine Frau Elisabeth stammt aus Breitenbach und so wurde das idyllische Fleckchen Erde am Rande des Zeitzer Forstes zur neuen Heimat. Das Ehepaar hatte viele Jahre die Gärtnerei in Salsitz inne, betrieb zuletzt einen Blumenladen im Granaer Einkaufspark. Seit zwei Jahren genießen die beiden den Ruhestand und widmen jede freie Minute dem grünen Paradies. Da rahmt wundervoller Buchs den kleinen Bauerngarten ein. An dieser Stelle wachsen durch Hecken voneinander getrennt Bohnen, Gurken und Kräuter. Zwischendrin blüht ganz prächtig Akelei.

„Die Akelei, die darf das“, sagt Elisabeth Sparmann, schließlich gehört Akelei in jeden Bauerngarten. Die Gastgeberin führt die Besucher ein paar Schritte weiter. Ein wenig versteckt unter großen Bäumen entdeckt man wundervolle Orchideen. „Es sind freilich gezüchtete Varianten der Orchideen, schließlich stehen sie unter Naturschutz“, erzählt die 66-jährige Frau. Und wenn gerade mal kein Gartenwetter ist, dann ist das Paar auf Reisen. „Wir fahren gern in botanische Gärten, zu Pflanzenbörsen und zu Gartenschauen. Dort holen wir uns Anregungen und kaufen die eine oder andere Rarität“, sagt sie. Davon gibt es in dem 2.000 Quadratmeter großen Areal eine ganze Reihe zu entdecken.

Majestätisch steht der asiatische Blütenhartriegel

Majestätisch steht der asiatische Blütenhartriegel. „Durch die Trockenheit im vergangenen Jahr trägt er in diesem Jahr leider weniger Blüten“, sagt der Mann. Im Winter gab es auch zu wenig Schnee und Niederschlag und der April war ebenfalls viel zu trocken. „Im Mai fielen zwar um die 50 Liter Regen, doch das allein macht das Defizit nicht weg“, erklärt Joachim Sparmann.

Schaden haben dadurch auch die immergrünen Hecken davon getragen. Doch beim Buchs ist es vor allem ein Schädling am Wirken. Es ist der sogenannte Buchsbaumzünster, der die Büsche von innen her leer frisst. So hat Sparmann alle Hände voll zu tun, diesen Schädling in Schach zu halten. Der Gärtner kontrolliert regelmäßig die Pflanzen, beseitigt die Gespinste und die Raupen, kalkt die Pflanzen. So merkt der Laie den Schaden kaum. Dazu wird der Buchs in Formen geschnitten und erhält sogar eine Krone aufgesetzt. (mz)