Defizite wegen Corona

So sollen Schüler den Anschluss in der Schule schaffen

Von Martin Walter
Maske in der Schule
Maske in der Schule (Foto: dpa)

Weissenfels/Zeitz - Viele Schüler haben aufgrund der Schulschließungen während der Corona-Pandemie teils große Lernrückstände. Um diese schnellst- und bestmöglich zu beheben, nimmt der Burgenlandkreis am bundesweiten Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ teil. Ziel sei es, Nachhilfeangebote für einzelne Schüler, aber auch ganze Klassenverbände zu schaffen, wie Bildungsamtsleiter Robert Aßmann am Mittwoch im Bildungsausschuss ankündigte. Dazu soll auch die Volkshochschule ins Boot geholt werden.

Zwar gibt es wieder Präsenzunterricht, doch besteht noch die Möglichkeit, die Kinder davon befreien zu lassen. Von dieser Regelung würden derzeit im gesamten Landkreis neun Schüler beziehungsweise deren Eltern Gebrauch machen. Landrat Götz Ulrich (CDU) wirbt dafür, dass auch diese Schüler wieder am Präsenzunterricht teilnehmen.

Bezüglich des offenen Briefes an das Bildungsministerium und das Landratsamt, in dem Eltern aus dem Burgenlandkreis fordern, die Masken- und Testpflicht an den Schulen zu beenden (die MZ berichtete), verwies Robert Aßmann darauf, dass es sich um Landesregelungen handele. Und obwohl mit der niedrigen Inzidenz auch die Corona-Fälle unter den Kindern immer weniger werden, seien die Tests nicht umsonst. Laut Ulrich wurden vorige Woche insgesamt 29.302 Tests an den Schulen durchgeführt, von denen zwei positiv gewesen seien. Am Montag und Dienstag dieser Woche waren es 14.209 Tests, die lediglich einen positiven Fall aufgezeigt hätten. Zum Vergleich: Laut Robert Aßmann gebe es derzeit in ganz Sachsen-Anhalt 87 Schüler, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Das entspreche rund 0,05 Prozent aller Schüler. (mz)